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Auf Sand gibt Stephanie Lattmann alles

Am Samstag machte die Züri Beach Tour im Bad Allenmoos in Oerlikon Halt. Stephanie Lattmann aus Rüschlikon kämpfte mit Partnerin Irina von Plotho um den Halbfinaleinzug.

Beachvolleyball. - Stephanie Lattmann aus Rüschlikon ruft ihrer Partnerin Irina von Plotho kurze, präzise Anweisungen zu. «Linie lang!», «Achtung, kurz!». Die 28-Jährige spielte am Samstag mit ihrer Beachvolleyball-Partnerin Irina von Plotho an der Züri Beach Tour im Bad Allenmoos in Oerlikon. Lattmann und von Plotho spielen bereits über vier Jahre regelmässig zusammen an Turnieren und sind ein eingespieltes Team. Die Aufgaben sind klar verteilt, die beiden kennen die Stärken und Schwächen der anderen. Vor allem aber teilt das Duo die Leidenschaft für die Sportart Beachvolleyball. Nicht verbissen, aber doch ehrgeizig Das Team ist gleichzeitig ehrgeizig und locker. Was in dieser Kombination im Allgemeinen eher selten vorkommt, scheint beim Beachvolleyball eine Voraussetzung zu sein. Lattmann sagt: «Natürlich möchte man erfolgreich sein und Spiele gewinnen.» Doch ohne die nötige Gelassenheit und die Freude am Spiel komme man dabei nicht weit. Das Duo Lattmann/von Plotho ist ohne Zweifel kein Team, das seine Emotionen zurückhält. Nach einem missratenen Smash bekommt auch ab und zu das Netz den Ärger zu spüren. Besonders gelungene Punkte zelebriert das Team im Gegenzug aber ebenso ausgelassen. Die Juristin Lattmann, die pro Woche einmal Beachvolleyball trainiert und sich zusätzlich mit Joggen, Spinning und Krafttraining fit hält, erklärt ihre Ziele: «Bei jedem Turnier ist eigentlich der Halbfinal das Ziel.» Das umzusetzen, gelingt mal weniger gut und mal besser. An diesem Samstag hat die mehrfache Finalistin der Züri Beach Tour nicht das nötige Wettkampfglück gepachtet: Die Partien verlaufen nicht nach Lattmanns und von Plothos Geschmack. Obwohl die beiden durch grossen Einsatz auffallen und sich intensiv wehren, können sie das frühe Ausscheiden aus dem Turnier nicht verhindern: Im Allenmoos belegen sie zum Schluss den neunten Rang. Enttäuschung trotz starkem Feld Es sei schwierig auszumachen, woran es gelegen habe, sagt Lattmann. «Auch wenn das Turnier stark besetzt war - ich hätte mir ein besseres Resultat erhofft.» Doch manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen Match kippen lassen. «Der Unterschied zu den Profis ist in erster Linie, dass Profis die höhere Präzision und das Auge für den Gegner haben», sagt Lattmann, die auch schon mit Spielerinnen der internationalen Tour trainiert hat. Nach den über fünf Jahren, die Lattmann bereits an Turnieren startet, ist dieser neunte Platz aber kein Weltuntergang. Denn mit den Schweizer Meisterschaften, die Ende August in Bern ausgetragen werden, steht der Saisonhöhepunkt kurz vor der Tür, bei dem das Duo letztes Jahr den fünften Platz erreicht hat. Lattmann hofft, dass es mit der Qualifikation auch dieses Jahr klappt. Die Frage, ob man teilnehmen kann, hängt aber auch davon ab, ob Lattmanns Partnerin Irina von Plotho, die in Hamburg arbeitet, anreisen kann. Das ungewohnt frühe Ausscheiden am Samstag trübte die Stimmung des Duos Lattmann/von Plotho nicht: Trotz Regen und Kälte standen die beiden kurz nach dem letzten Match bereits wieder im nassen Sand für ein Plauschspiel. Diese Motivation wird den beiden bestimmt auch in Bern helfen, vorne mitzumischen.

Das Wettkampfglück hat gefehlt: Stephanie Lattmann und ihre Partnerin schieden im Allenmoos früh aus.

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