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Ausgezeichnete Hausbesitzer

Gestern Abend erhielten einige Hausbesitzer von der Stadt eine Anerkennungsurkunde als Dank für die Erhaltung ihrer Gebäude. Unter den neun Ausgezeichneten befindet sich auch die Christkatholische Kirchgemeinde.

«Ihr habt mehr als das Nötige an Euren Liegenschaften gemacht, Ihr habt in vorbildlicher Weise Eure Gebäude restauriert», sagte Stadtpräsident Kurt Fluri zu den neun Hausbesitzern an der Feier in der Villa Riant-Mont am Mühleweg. Deren Besitzerpaar Ruedi Güdel und Manuela Wurch Güdel zeigten eins zu eins auf, was restaurieren heisst. Die grosse Terrasse mit dem schönen Ausblick ist mit einem neuen Klinkerboden ausgelegt. «Da waren bei einer früheren Renovation rund 10 cm Asphalt aufgetragen worden», sagte Ruedi Güdel. «Ich habe die schönen Bodenplättli in einem Werk im Osten von Deutschland gefunden, die stellen die extra her für Restaurationen», ergänzt seine Frau Manuela. Und das Resultat überrascht die Besucherinnen und Besucher an der Feier. 9 aus 55 Man habe ursprünglich 55 renovierte Häuser beurteilt. «Geblieben sind dann neun, die wir nun auszeichnen», sagte Rudolf Glutz von der Kommission für Altstadt- und Denkmalfragen. Es würden die unterschiedlichsten Kriterien beurteilt. «Einmal ist es die alte Bausubstanz, die erhalten wird, dann ist es eine Fassade, die rekonstruiert oder eine Treppe, welche in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird», meinte Glutz. So war es nicht verwunderlich, dass neben der Villa auch die Gass-Bar, Christina’s und der «Adler» ausgezeichnet wurden. Werner Stebler, Leiter des Stadtbauamts, überreichte schliesslich die Urkunden. Rathausgasse 17 Das Haus an der Rathausgasse 17, das heute der Christkatholischen Kirche Solothurn gehört, erhielt auch eine Anerkennungsurkunde. Ursprünglich waren es sogar drei Häuser. Und sie haben eine lange Geschichte. «Der damalige Besitzer, Feldmarschall Anton Gabriel von Surbeck, liess um 1815 herum die Häuser baulich zusammenfassen», erzählt Klaus Wloemer, Pfarrer an der Christkatholischen Kirche. Ursprünglich reichte das sogenannte Ankenhaus bis in die Mitte des Museums Altes Zeughaus. «Nach dem Abbruch des Ankenhauses im Jahre 1835 hat man die Ostseite zur Platzfassade erhoben und mit einer symmetrischen Befensterung sowie mit Stuckfriesen gestaltet», sagt Wloemer weiter. Dann kam das «denkwürdige» Jahr 1957, als das Haus zum Pfarrhaus der Christkatholischen Kirche umgebaut wurde. «Die Veränderungen an Fassade und am Grundriss waren erheblich, das Fassadendekor wurde einfach entfernt», erzählt Wloemer weiter. Im Laufe der Jahrzehnte setzte auch der wild wuchernde Efeu dem Gebäude arg zu. Residenz der Stadtschützen Die Zimmer im Innern sind auch heute noch einfach gehalten. Die Ausnahme ist der schöne Raum, in welchem die Stadtschützen «residieren». «Die Dekors hier sind sehr alt», sagt Peter Wagner, Präsident der Solothurner Stadtschützen, und er zeigt an die Decke. Die Sanierung, die in den Jahren 2005 und 2006 vorgenommen wurde, gab dem alten Haus seine Fassadengliederung aus dem 19. Jahrhundert zurück. So ist das Haus vom Zeughausplatz her gesehen eine Augenweide. «Vor allem die schönen Eckpilaster und verzierten Gurtensimsen stechen heraus. Dem Betrachter fallen auch die beiden alten Aussenlampen aus Gusseisen auf. «Diese alten Strassenlaternen erhielten wir von der AEK geschenkt», sagt Wloemer erfreut. Teure Sanierung «Unsere Kirche selber hat den grössten Teil der ausgegebenen rund 700000 Franken finanziert, es gab Beiträge von rund 100000 Franken», sagte Kirchgemeindepräsident Urs Niggli, als er die Urkunde entgegennimmt. «Wir finden solche Anerkennungen gut, sie fördern das Verständnis für den Erhalt der Stadtgebäude in ihrer historischen und baulichen Eigenart», sagte Ruedi Güdel an der Feier. Walter Morgenthaler >

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