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Bauern aus dem Bezirk Meilen Bereit, die Produktion zu verringern

Vom Preisverfall betroffen sind auch die Milchbauern im Bezirk Meilen. Das hinterlässt Spuren. Innert 30 Jahren sei ihre Zahl von 300 auf rund 100 Betriebe zurückgegangen, sagt der Meilemer Reto Alig, Präsident des Bauernverbands des Bezirks. Alig hat vor über 25 Jahren noch 1.07 Franken pro Liter Milch bekommen, heute sind es 60 Rappen. Berechnet man die Kaufkraft ein, hat er fast zwei Drittel Lohn eingebüsst. «Die Direktzahlungen fangen solche Verluste bei weitem nicht auf», klagt Peter Ledergerber aus Herrliberg. «Es kann doch nicht sein, dass wir immer mehr krampfen müssen und dabei immer weniger verdienen.» Lukas Etter, ebenfalls aus Herrliberg, findet es ungerecht, dass sich immer nur die Landwirte den Anforderungen des Marktes anpassen müssten. Es dürfe ruhig einmal an den Margen des Detailhandels geschraubt werden. Alig nennt ein anderes Übel beim Namen: «Wir müssen die Mengenregulierung in den Griff bekommen, weil jeder Überschuss zu Preiszerfall führt.» Die Forderung nach einer Rückkehr zur Milchmengenbeschränkung ist bei den Produzenten am rechten Seeufer durchaus ernst gemeint. «Ich wäre zur Mengenreduktion bereit», sagt Ledergerber. Und Alig hat bereits ein Fünftel seiner Produktion freiwillig stillgelegt. (di) Die Delegation der Milchbauern aus dem Bezirk Meilen. Foto: Christian Dietz-Saluz

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