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Berns fehlende Effizienz

Der SC Bern hat trotz spielerischen Vorteilen gegen die Kloten Flyers 2:3 verloren. Die Entscheidung fiel im Penaltyschiessen.

Das grosse Spektakel war die NLA-Partie zwischen dem SC Bern und den Kloten Lakers nicht. Spannend war sie allerdings schon. Die Besucher setzten sich schliesslich im Penaltyschiessen dank Toren von Marcel Jenni und Kimmo Rintanen durch; für die Berner traf nur Ivo Rüthemann. Zuvor hatten die beiden Mannschaften über weite Strecken rasantes Eishockey gezeigt, doch die meisten Aktionen hatten mangels Präzision ohne gefährlichen Torschuss geendet. Alex Chatelain stand zum 300. Mal für den SCB im Einsatz, Thomas Ziegler musste hingegen zuschauen. Der 30-jährige Center hat Rückenbeschwerden und könnte gemäss Sportchef Sven Leuenberger durchaus länger nicht zur Verfügung stehen. Zunehmend dominanter Das Verletzungspech ereilte gestern auch die Besucher. Roman Wick konnte in der 24. Minute das Eis nur mit Hilfe verlassen. In Mitleidenschaft gezogen wurde das Innenband im rechten Knie. Erweist sich die Verletzung bei der heutigen Untersuchung als Riss, könnte der Topskorer zwei Monate ausfallen. Wie wertvoll er für die Flyers ist, hatte er kurz vor seinem Ausfall gezeigt: Er bereitete wenige Sekunden nach der ersten Pause das 0:1 durch den Finnen Tommi Santala vor. Der SCB befand sich zwar mehrheitlich in Scheibenbesitz, doch klare Chancen blieben vorerst Mangelware. In der 27. Minute sorgte Topskorer Lubos Bartecko in Überzahl für den Ausgleichstreffer, nachdem die Einheimischen zuvor im Powerplay zweimal einen peniblen Eindruck hinterlassen hatten. Je länger die Partie dauerte, desto klarer dominierte der SCB, der sich nun auch vermehrt Erfolg versprechende Möglichkeiten erarbeitete. Doch weil Etienne Froidevaux sowie Jean-Pierre Vigier in der 33. respektive 39. Minute aus kurzer Distanz die offene Torecke nicht trafen, stand es nach zwei Dritteln unentschieden. Rüegers Flop Klotens neuer Kanadier, Mark Bell, blieb gestern trotz einer Grösse von 1,92 m äusserst unauffällig. Ganz anders Goalie Ronnie Rüeger. Er kassierte für einen Stockschlag eine Strafe, zeigte etliche tolle Paraden und sorgte für den Flop des Tages: Martin Plüss stocherte den Puck im Fallen mit der Backhand Richtung Tor, und Rüeger liess die herankullernde Hartgummischeibe zwischen den Beinen hindurch über die Linie gleiten. Die Berner konnten sich über die 2:1-Führung freilich nur knapp drei Minuten lang freuen – bis zum 2:2 durch Patrick von Gunten. Kurz zuvor hatte Simon Gamache in Unterzahl den Matchpuck auf dem Stock gehabt. Weil Larry Huras’ Team auch in der Verlängerung gute Chancen nicht nutzte, musste es sich mit einem Punkt begnügen – das wäre definitiv nicht nötig gewesen. Adrian RuchTelegramm/Tabelle Seite 16 >

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