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Bielersee-Schiffe gut auf Kurs

Die Hauptsaison der Schifffahrtsgesellschaft war erfolgreich. Damit

Die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage haben zum Abschluss der Schifffahrtshauptsaison noch viele Fahrgäste auf die Gewässer gelockt. Entsprechend zufrieden zeigt sich Beat Rüfli, Geschäftsführer der Bielersee Schifffahrtsgesellschaft (BSG): «Die Hauptsaison ist sehr gut gelaufen. Das warme, trockene Wetter im Juni, August und September hat das Seine zu dieser Bilanz beigetragen.» Auch die Tatsache, dass es keine Zwischenfälle wie Hochwasser gegeben habe, trage zum guten Hauptsaisonabschluss bei, fügt er an. Zum jetzigen Zeitpunkt verbucht die BSG 10000 Gäste mehr als im Vorjahr. Diese Zahl sei sehr erfreulich, das Ziel sei aber noch höher gesteckt, sagt Rüfli: «Wir möchten uns wieder der Gästefrequenz von jährlich 380000 Kunden annähern, die wir vor der Restrukturierung vor fünf Jahren hatten. Dafür braucht es mehr als 10000 zusätzliche Fahrgäste in den Hochsaisonmonaten.» Bei der Restrukturierung wurden im Rahmen des Projekts «Beaufort» die Fahrpläne optimiert, die Preise erhöht und der Betrieb effizienter gemacht. Ende der Finanzhilfe Von der Wirtschaftskrise hat die BSG in den Bereichen Kurs- und Sonderschifffahrt bis jetzt nur wenig gespürt. Einzig bei den Extrafahrten habe sich ein Rückgang von rund 15 Prozent bemerkbar gemacht, so Rüfli. Andere Schifffahrtsgesellschaften seien davon noch stärker betroffen als die BSG, fügt er an. Die BSG muss dieses Jahr erstmals ohne Finanzhilfe des Kantons Bern auskommen. Vor sechs Jahren hatte der Grosse Rat entschieden, die Betriebsbeiträge an die Schifffahrtsgesellschaften im Kanton herunterzufahren. Ein Überleben ohne Beiträge werde aber auf lange Frist gesehen schwierig, sagt Rüfli. «Unser Restrukturierungsprojekt hat zwar sehr gut gegriffen, und wir haben eine Basis geschaffen, um den Fortbestand aus betrieblicher Sicht zu gewährleisten. Mittel- und langfristig werden wir aber Unterstützung brauchen.» Noch keine Lösung parat Ein Ja des Kantons Bern zum Vorstoss von FDP-Grossrat Peter Moser, der die Unterstützung der Kursschifffahrt mit jährlichen pauschalen Betriebsbeiträgen fordert, würde der Schifffahrt zeigen, dass ihre Arbeit, auch zum Wohle der Volkswirtschaft, wahrgenommen werde, so Rüfli. Denn auch der erfolgreiche Hauptsaisonabschluss kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die BSG nach wie vor in einer finanziell sehr schwierigen Situation befindet. «Über der BSG kreist zwar kein Pleitegeier, die Situation mit der Unterdeckung der Pensionskasse ist aber noch nicht gelöst», sagt Rüfli. Bislang werde intensiv nach Lösungen gesucht. Und: «Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, und ich bin zuversichtlich, dass wir diese Hürde schaffen werden.» Die Pläne für die Anschaffung eines neuen Schiffs verfolgt die BSG auf jeden Fall nach wie vor. Das neue Schiff soll ab 2012 zwei alte Schiffe ersetzen und im Dreiseenland zwischen Biel und Solothurn und auf dem Bielersee verkehren. Rüfli: «Wir setzen unsere Vorwärtsstrategie fort.» Isabel Rutschmann>

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