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Borkovic nur einmal im Mittelpunkt

Die U-21-Mannschaft des FC Zürich siegte in der 1. Liga gegen Münsingen locker 4:1. Einziger Schönheitsfehler aus Sicht des Stadtklubs war das haltbare Gegentor.

Von Ueli Zoss, Zürich René Borkovic, Stammgoalie im U-21-Team des FCZ, stellte es nicht in Abrede: «Klar hätte ich diesen Schuss halten sollen.» Der Uetiker sprach die 22. Minute an, in der Münsingen auf 1:2 verkürzt hatte. Ihm war ein harmlos geschossener Freistoss aus rund 22 Metern unter dem Körper durchgerutscht. Es war der erste Schuss auf sein Tor, und es sollte der letzte gefährliche bleiben. Borkovic erlebte im Heerenschürli einen Nachmittag, wie ihn Torhüter wenig mögen. «Nichts zu tun zu haben, ist Gift für jeden Goalie. Viel lieber komme ich in einem Match auf Touren und nutze die Gelegenheiten, mich auszuzeichnen. Stattdessen kassiere ich so ein blödes Tor.» Aber das könne halt gegen Mannschaften, die nur verteidigen, vorkommen, fügte er an. Er bevorzugt Gegner, die auch nach vorne spielen, wie in der Runde zuvor Schötz, der Leader in der 1.-Liga-Gruppe 2. Der FCZ hatte auswärts 1:0 gesiegt, und alle waren hinterher voll des Lobes über die Leistung des Zürcher Schlussmanns.Das bisschen Arbeit, das Zürich in der Abwehr gegen Münsingen zu bewältigen hatte, nahmen Borkovic zudem die Vorderleute ab. Die Verteidigung des FCZ war gut bestückt: Mit Heinz Barmettler und Ricardo Rodriguez halfen Fanionspieler aus, in der Innenverteidigung bewies der U-18-Nationalspieler Berat Djimsiti sein Talent, und Rechtsverteidiger Leandro Di Gregorio zeichnete sich als Torschütze zum 4:1 aus. «Es ist schon speziell, wenn solche Klassespieler vor dir stehen», sagte Borkovic. In drei Tagen feiert er seinen 20. Geburtstag. Kürzlich verlängerte er seinen Vertrag bis 2013. Nominell ist er Torhüter Nummer 3, vielleicht ändert sich aber im Sommer die Hierarchie beim FCZ, und Borkovic steigt auf. «Ich bin auf jeden Fall bereit.»U-21-Trainer Urs Meier hatte vor dem Spiel gewarnt: «Gegen Münsingen wirds schwierig. Die werden defensiv eingestellt sein, wir müssen früh ein Tor schiessen.» Sein Wunsch war für Rodriguez Befehl: Der U-17-Weltmeister hämmerte einen Ball aus rund 25 Metern genau in den Winkel, noch war im Heerenschürli keine Minute gespielt.Auch nach dem Anschlusstreffer hatte der FCZ eine schnelle Antwort parat und erhöhte vor der Pause auf 4:1. «In der zweiten Halbzeit haben wir den Vorsprung nur noch verwaltet. Bei einer so klaren Führung geht der Elan halt manchmal verloren», sagte Meier. Knapp vor Basel und GC In seinem Team kamen drei Spieler zum Einsatz, die über 21 Jahre alt sind, wie es das Reglement erlaubt. Nebst Barmettler waren dies die beiden Tunesier Yassine Chikhaoui und der in der Winterpause verpflichtete Mohamed Ali Nafkha. Ballzauberer Chikhaoui kam nach langer Verletzungspause, wie mit Meier abgesprochen, eine Halbzeit lang zu einem weiteren Kurzeinsatz, Nafkha spielte hinter den Spitzen durch. «Ich war mit allen potenziellen Fanionspielern zufrieden», bilanzierte Meier. Für Rodriguez war nach einer Stunde schonungshalber Schluss. Er dürfte morgen im Spitzenkampf zu Hause gegen YB für den gesperrten Ludovic Magnin auflaufen. Meier war von der Leistung gegen die hölzern wirkenden Berner insgesamt angetan. Sein Team bleibt dank dem dritten Sieg in Folge Dritter der Gruppe 2 und damit die beste U-21-Auswahl der Super-League-Klubs, vor Basel und GC, welche auf den Plätzen 4 und 5 folgen. Auch für Borkovic gab es vonseiten des Trainers ein Kompliment. Er reagierte leicht säuerlich. Den haltbaren Gegentreffer hatte er noch nicht verdaut. FCZ-Torhüter René Borkovic hatte gegen Münsingen kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Foto: Nicola Pitaro

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