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Brand im maroden Zumiker Hallenbad

Dichter Qualm hat die Gäste am Pfingstsonntag ins Freie getrieben. Aus einem Bad, das längst als Sanierungsfall bekannt ist.

Von Christian Dietz-Saluz Zumikon – Der Alarm aus dem Zumiker Hallenbad erreichte die Feuerwehr am Sonntag kurz nach 17 Uhr. Als sie vor Ort eintraf, war das Gebäude mit dichtem Rauch gefüllt. Rund um das Hallen- und Freibad standen etwa hundert Menschen in Badekleidern, die sich selbstaus der Gefahrenzone gerettet hatten.Noch waren aber nicht alle Badegäste in Sicherheit. Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten fanden in der Sauna und im Restaurant noch vier weitere Personen, die sie ins Freite geleiteten. Der Rauch kam aus dem Untergeschoss, wo die Wasseraufbereitungsanlage für das Freibad Feuer gefangen hatte. Als Ursache steht laut ersten Erkenntnissen der Polizei ein technischer Defekt im Vordergrund. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte insgesamt drei Stunden und galt neben der Löscharbeit vor allem der Belüftung des Hallenbads. Es galt, ein grosses Gebäudevolumen von äusserst russigem Rauch zu befreien. Dazu setzten die Feuerwehrleute drei Grosslüfter mit meterdicken Luftschläuchen ein. Dennoch ist im Hallenbad durch Rauch und Russ ein Schaden in der Höhe von rund einer Million Franken entstanden, wie die Kantonspolizei mitteilt. Gemeinderat warnt schon lange Der Zumiker Gemeinderat mahnt schon lange, dass das 1974 eröffnete Hallenbad Juch dringend erneuert werden müsse – nicht zuletzt wegen der Technik. Die Stimmberechtigten haben aber im Herbst einen 27-Millionen-Sanierungskredit an der Urne abgelehnt. Dies, obwohl der Gemeinderat drohte, im Falle eines Neins müsse man das Bad aufgeben und rückbauen. Nach Ansicht der Gegner war das Projekt zu teuer. Die nötige Steuererhöhung um 3 Prozentpunkte wollten sie nicht schlucken. An der Gemeindeversammlung in zwei Wochen wird das Bad aber erneut ein Thema sein: Im April hatten FDP und SP eine Initiative für ein kleineres Sanierungsprojekt eingereicht, das nur gut 20 Millionen Franken kostet. Der Gemeinderat folgte mit einem Gegenvorschlag, der sogar nur Kosten von 14,9 Millionen auslösen würde. «Grundsätzlich hat sich nichts daran geändert, dass wir in zwei Wochen abstimmen werden», sagte gestern Gemeinderat Matthias Rüegg (FDP). Jedenfalls habe man bisher noch nicht ausreichend abklären können, ob der Brandschaden vom Pfingstsonntag ein Fait accompli geschaffen habe, das die Abstimmung verunmögliche.Wegen des Feuerschadens bleibt das Hallenbad laut Mitteilung der Schwimmbadkommission bis auf weiteres geschlossen. Werkvorstand Rüegg möchte aber das Freibad so rasch wie möglich wieder öffnen lassen. Mit Schläuchen und Gebläsen bekämpfte die Feuerwehr den Rauch. Foto: Markus Heinzer

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