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Brunners Ehrgeiz und Wermuths Bescheidenheit

Züri intern Politiker sind nicht eben bekannt dafür, sich mit wenig zufrieden zu geben. Der Badener Cédric Wermuth bildet da eine Ausnahme. Der Juso-Präsident und Vizepräsident der SP Schweiz, selber kein Fan von Ansprachen, hat in Urdorf am Sonntag eine 1.-August-Rede gehalten – dies, nachdem er kurz zuvor die Abschaffung des nationalen Feiertags postuliert hatte. Dass ihm das Publikum frenetisch zujubeln würde, hat er deshalb gar nicht erst erwartet. Sein Anspruch ist viel bescheidener, wie er auf Facebook schreibt: Es «ist zumindest keiner an einem Herzinfarkt gestorben, weshalb ich beschlossen habe, das Ganze als Erfolg zu verbuchen». (sth) * So genügsam wie Wermuth sind längst nicht alle Politiker. Kantonsrätin Susanne Brunner, die von der CVP zur SVP übergelaufen ist, gibt sich auf Facebook überaus selbstbewusst. Siegessicher ruft sie dieser Tage dazu auf: «SVP wählen und Erdrutschsieg feiern», dies im Hinblick auf die National- und Ständeratswahlen in einem Jahr. Fragt sich bloss, ob Brunner am Wahltag, dem 23. Oktober 2011, die Festlaune nicht längst vergangen sein wird. Ihre Wiederwahl als Kantonsrätin im Frühling 2011 ist gefährdet, da ihr im Stadtzürcher Wahlkreis 7/8 Ratsmethusalem und Parteikollege Theo Toggweiler vor der Sonne steht. (sth)

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