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Damals hatte es die Feuerwehr ruhiger

Vor 50 Jahren hatte die Thuner Feuerwehr noch weniger zu tun als heute: nur 33 Einsätze. Zum Vergleich: 2008 waren es 250.

Im August 1959 hielt die Thuner Feuerwehr ihren Jahresrapport ab: Sie musste 1958 nur einen einzigen Grossbrand bekämpfen. Daneben wurden 32 Einsätze gezählt, die sich aus kleineren Bränden, Überwachungs- und Arbeitseinsätzen zusammensetzten. Zum Vergleich: 2008 rückte die Feuerwehr Thun zu insgesamt 250 Einsätzen aus, das sind fast achtmal so viele wie vor 50 Jahren. Die Feuerwehr Thun zählte damals 360 Mann, davon 23 Offiziere und 70 Unteroffiziere. Der Besuch der Übungen erreichte 84 Prozent.Weiter sorgten im August 1959 für Schlagzeilen: 1.8.1959: Im Archiv Thun befindet sich eine reichhaltige Briefsammlung aus den Jahren 1333 bis 1500, die 4 Bände umfasst. Diese Sammlung wurde durch Hermann Specker durch die Erstellung von 2500 Auszügen für die Forschung zugänglich gemacht. Da das Berner Staatsarchiv verhältnismässig arm an Quellen aus dem 15.Jahrhundert ist, wird diese Arbeit sehr begrüsst.3.8.1959:In einem Vorbereitungsspiel für die neue Fussballsaison erreichte der FC Thun ein 3:3-Remis gegen die Young Boys aus Bern. Die Tore schossen Christinat, Zürcher und Haldemann. Der FC Thun stellt sich aus den Spielern Hofer; Hoffmann, Keller (Spahr), Kiener; Schütz, Christinat; Spycher, Beck, (Haldemann), Zürcher, Frei und Frischkopf zusammen.5.8.1959: Die staatsrechtliche Kammer des Bundesgerichtes deckte den Entscheid des bernischen Regierungsrates, die Abstimmung vor wenigen Monaten in Thun zum Bau eines Hochhauses auf dem Kloseareal zu annullieren. Die Botschaft des Thuner Gemeinderates an die Bevölkerung sei missverständlich gewesen. So gelten die alten Bauvorschriften, und auf dem Kloseareal darf somit kein Hochhaus erstellt werden.5.8.1959: Kürzlich fand eine Besprechung der Saalbau AG mit den Architekten statt. Man kam zum Schluss, dass vor allem der Brahms-Saal allen gestellten Erfordernissen entspricht und dass die vorgesehene Saalform mit dazugehörendem Foyer als Ideallösung betrachtet werden kann. Nun werden die Detailpläne in Auftrag gegeben, die in etwa einem Jahr ausgearbeitet sein sollen.6.8.1959:Der Bücherbestand der Stadtbibliothek stieg im vergangenen Jahr um 530 auf 37826 Bände. Im Gegensatz dazu stehen die rückläufigen Zahlen der Benützer. 1957 waren es 4453 Leser, die 12371 Bände benutzten. 1958 waren es nur 4151 Leser, die 11420 Bände ausliehen.22. 8. 1959 Die Schützengesellschaft der Stadt Thun erreichte besonders bemerkenswerte Erfolge am Oberländischen Schützenfest in Interlaken. Im Sektionswettkampf über 300 Meter erreichten die Thuner Schützen den 1.Rang. Hinzu kommt der Sieg der Gruppe «Thunerstern» im Gruppenwettkampf über 50 Meter.26.8.1959: In einer Bekanntmachung der Milchhändler-Genossenschaft der Stadt Thun und Umgebung wird mitgeteilt: «Vermehrt beklagen sich unsere Mitglieder über viel rückständige Zahler. Wir sehen uns veranlasst, diese aufzufordern, ihren Verpflichtungen besser nachzukommen und die Milch sofort nach Monatsschluss zu bezahlen.»27.8.1959: Der August-Grossmarkt verzeichnete eine Auffuhr von 54 Stück Grossvieh, 522 Schweinen und 1 Ziege. Ab Bahnhof Thun wurden in 10 Wagen 19 Stück Vieh abtransportiert. Gute Kühe galten Fr.2000.– bis Fr.2300.–, mittlere Kühe Fr. 1700.– bis 1900.–; kleine Ferkel per Paar Fr.130.– bis Fr.150.–; grosse Ferkel Fr.160.– bis Fr. 180.–; kleine Fasel Fr.190.– bis Fr.220.–; grössere Fasel bis Fr. 350.–. Gegenüber dem Frühjahr sanken die Preise leicht, der Handel dagegen war flau und verhalten.27.8.1959: Auch für die 2.Fahrplatte der Kunsteisbahn Thun werden wieder freiwillige Helfer zum Verlegen der Rohre gesucht. Die vielen Kilometer Rohr der 1.Fahrplatte sind verlegt und wurden bereits mit Petroldruck auf ihre Dichtheit geprüft. Da das Maschinenhaus bereits zur Hälfte betoniert ist, kann die Firma Escher-Wyss auf Anfang September mit dem Einbau der Maschinengruppen beginnen.29.8.1959: Im Juli meldeten sich 42 Stellenlose auf dem Arbeitsamt in Thun, von denen 18 taggeldberechtigt waren. Auf die Kategorie der Hilfsarbeiter entfallen 11 Stellenlose sowie 6 aus der Baubranche.29.8.1959: Im 2.Quartal wurden insgesamt 1174 Kontrollen der Lebensmittelkontrolle durchgeführt. Diese führten zu 41 Beanstandungen, 6 Rügen und 12 Verwarnungen.29.8.1959: Am 30.August blickt das Bundespersonal auf das 50-jährige Bestehen seiner Speiseanstalt zurück. Am 16.März 1906 wurde der Bau beschlossen. Die Preise betrugen: Frühstück 30 Rappen, Mittagessen 45 Rappen und das Abendessen 40 Rappen. 1 Liter Wein kostete zwischen 40 und 50 Rappen. Zum Vergleich: Der Berufsmann erhielt zu jener Zeit 60 Rappen pro Stunde.pdQuelle: Stadtarchiv Thun>

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