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Den «Chicago-Frust» abbekommen

Schon vor dem Spiel gegen Davos hatten die SCL Tigers Michel Zeiter verloren. Das Spiel selbst endete mit 4:13 in einem Tigers-Debakel.

Nach der 2:9-Abfuhr des HC Davos am Montag gegen die Chicago Blackhawks standen die Chancen der SCL Tigers auf einen Punktgewinn im Bündnerland vermeintlich nicht schlechter als vor diesem Montag. Von einer derartigen Klatsche muss man sich erst erholen – denkt man. Zumal es Arno Del Curtos Wunsch war, als erster Schweizer Trainer ein NHL-Team zu schlagen. Nun, nach der Pleite gegen die NHL-Blackhawks liess der HCD seinen Frust und sein Potenzial gnadenlos an den NLA-Tigers aus – da Langnau aber nicht Chicago ist, kamen die Tigers mit 4:13 bös unter die Räder. Im Spiel der Langnauer lief nach dem dritten Gegentor von vorne bis hinten alles schief – inkonsequente Stürmer, Fehlpässe an der blauen Linie, Goalies, die keine Akzente setzen. Von 17 HCD-Schüssen im ersten Drittel landeten acht im SCL-Tor. Der Langnauer Peter Guggisberg war mit einem Hattrick und vier Assists die herausragende Figur beim Schweizer Meister. Zurück in der Heimat Michel Zeiter hat das Debakel in Davos nicht mehr miterlebt – der 35-jährige Center hat per sofort zu Kloten gewechselt. «Es ist nicht so, dass die Spieler nach der Lohnreduktion eine Klausel im Vertrag haben, die es ihnen gestattet, ohne weiteres zu wechseln», sagt SCL-Tigers-Geschäftsführer Ruedi Zesiger. Zeiter wollte die Herausforderung Kloten annehmen, «und wir haben ihm keine Steine in den Weg gelegt», so Zesiger. Im Gegenzug bleibt der 27-jährige Klotener Stürmer Thomas Walser nun bis Ende Saison bei den Tigers. Unter dem Strich bleibt dem SCL aus diesem Geschäft eine Summe übrig, die er anderweitig reinvestieren kann. In die Verpflichtung von Verteidiger Nick Naumenko etwa. Der Amerikaner besitzt einen vorerst noch bis Mitte November befristeten Vertrag. «Es spricht viel dafür, dass er bis Saisonende bleibt», sagt Ruedi Zesiger. Was Daniel Steiner angeht, der auch den Kaderschnitt beim Farmteam der Columbus Blue Jackets, Syracuse, nicht überstanden hat, sei noch kein Telefon Richtung Heimat gekommen. so Zesiger. Käme es, «würden wir es sicher abnehmen». Schlüsselspieler halten Das Ziel von Ruedi Zesiger im Hinblick auf die nächste Saison ist es, «den Kern der aktuellen Mannschaft zusammenzuhalten». Da in der Schweiz die Vertragsverhandlungen für die nächste Saison mit Beginn der aktuellen Saison zeitlich zusammenfallen, bleibt dem ab 27.Oktober vollamtlich tätigen Tigers-CEO im Moment vor allem eines: reden. Reden mit Spielern, reden mit Sponsoren, reden mit Trainern und alle von der guten Sache SCL Tigers mit NLA-Zukunft überzeugen. «Ich spüre keinen Druck von den Spielern», sagt Zesiger – auch im Hinblick auf den Zeiter-Abgang. Sie schätzen, was wir tun, wie wir kommunizieren, und sie sind sich unserer Situation bewusst. Jeden Tag sehe er etwas klarer», hält Zesiger fest, und er könne insofern besser abschätzen, wie viel Geld nächste Saison im Portemonnaie sei. Was nicht gehe, so Zesiger, ist, «dass wir irgendetwas versprechen, das wir nicht halten können». msk/asf >

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