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Der 44. Rang ist schwer verdaulich

Ein rebellierender Magen brachte den Langdistanz- Triathleten Erich Kunz auf Hawaii vom Kurs ab.

Von Till Gantenbein Der Zieleinlauf am spektakulärsten Ironman auf der Inselgruppe im Pazifischen Ozean weckte bei Erich Kunz zwiespältige Gefühle. Einerseits sei er müde, aber vor allem auch glücklich, das Hawaii-Debüt hinter sich gebracht zu haben. Andererseits beurteilte er seine Leistung sehr selbstkritisch. Die Uhr hielt für den Volketswiler nach 9:36:25 Stunden, Rang 44 in seiner Altersklasse (30 bis 34 Jahre) war die magere Ausbeute. Damit blieb der Amateursportler weit hinter seinen Erwartungen, einem Podestplatz. «Der Knackpunkt waren die letzten Kilometer auf dem Rad», sagt Kunz. Bis zu diesem Zeitpunkt belegte er Rang 4 seiner Kategorie. «Doch dann plagten mich Verdauungsprobleme.» Er konnte keine Nahrung mehr zu sich nehmen und musste den Marathon mit leerem Magen bestreiten. Es folgte der Absturz im Klassement. Der 31-Jährige unterschätzte auch die äusseren Bedingungen. «Auf der Laufstrecke wurden bis zu 48 Grad Temperatur gemessen – es war höllisch.» Zweiter Anlauf mit 40 Mit einem guten Wettkampf wollte sich der Glattaler bei potenziellen Sponsoren empfehlen, um seinen Traum von einer Profikarriere doch noch zu verwirklichen. Bis anhin arbeitet der TG-Hütten-Athlet neben intensivem Training zu 100 Prozent. «Natürlich kann ich nach diesem Resultat nicht unbedingt auf mehr finanzielle Unterstützung hoffen», findet der Entwicklungsingenieur. In diesen Tagen steht für ihn nicht die Regeneration im Mittelpunkt, obwohl ihm «alles weh tut». Kunz wird schon heute Dienstag nach Chicago reisen, um Geschäftskunden zu besuchen. «Das ist nicht weiter schlimm, weil es mein letzter Ironman in dieser Saison war», relativiert er. Hätte man ihn auf den ersten 20 km der Laufstrecke gefragt, ob er je wieder über die Langdistanz starten werde, wäre seine Antwort klar gewesen: nie wieder. Doch mit zwei Tagen Abstand ist er schon wieder voller Tatendrang und meint: «Es wird nicht mein letzter Triathlon gewesen sein.» Und während vorerst seine junge Familie Vorrang geniessen wird, denkt Kunz schon weit voraus. «Vielleicht möchte ich mit 40 meinen zweiten Anlauf auf Hawaii nehmen, dann mit Familie.» Was Kunz angepeilt hat, verpasste Sandro Angelastri nach 9:55:57 Stunden nur hauchdünn: einen Podestplatz. Der 52-Jährige aus Langnau am Albis war als 401. der Overall-Rangliste viertschnellster seiner Altersklasse. Weitere Spitzenrangierungen erreichten Hermann Hefti (Schönenberg) als Sechster im Feld M 60-64 und die junge Sandra Fontana (Zürich) als Achte bei den W 18-24.

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