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Der Butler auf Abruf tischt das Frühstück auf

Ein Jungunternehmen liefert sonntags einen reichhaltigen Brunch ins Haus &endash neu auch rund um den Zürichsee. Der TA hat den Service getestet.

Von Maria Zachariadis Stäfa &endash Wir sind satt und glücklich &endash obschon wir an diesem Sonntagmorgen nicht einmal den Kühlschrank geöffnet haben. Zu verdanken haben wir das dem Butler Andrew alias Andri Zehnder. Der 32-jährige Zürcher hatte pünktlich um 10 Uhr in Stäfa an der Tür geläutet. In weissem Hemd, Mantel und Schlips. In den Händen hielt er eine Box und eine Papiertüte, die er an den Frühstückstisch trug, bevor er sich mit einem «Guten Appetit!» verabschiedete. Gespannt schauten wir, was wir für die 158 Franken bekommen haben. Was folgte, kommentierten wir Testesser mit «Ah», «Mhh» und «Wow». Wir packten frischen Orangensaft aus, zwei Birchermüesli und einen Fruchtsalat, eine Lachs-, Käse- und Aufschnittplatte, alles einladend arrangiert. Selbst gemachte Aprikosenkonfitüre, Honig, Butter und ein Fläschchen Champagner lagen ebenfalls in der Schachtel. Der Tüte entnahmen wir zwei Zöpfchen, Vollkornbrötchen und Buttergipfel, dazu Kanapees. Bevor wir die leere Box wegstellten, entnahmen wir ihr auch noch Plättchen mit aufgeschnittenem Nussbrot und Trockenfrüchten sowie das Dessertkonfekt und eine kleine Schachtel Pralinés. Wir bissen in frischen Zopf, liessen uns Lachstranchen auf der Zunge zergehen und krönten das Ganze mit einem Schluck Champagner. Die fruchtige Konfi stellte sich als vorzüglich heraus: wie selbst gemacht. Luftig-leicht war das Müesli, erfrischend der Fruchtsalat. Eine prämierte Idee Von einem direkt ans Bett gelieferten Sonntagsfrühstück konnten bislang nur die Stadtzürcher profitieren. Erst kürzlich hat der Brunchbutler das Liefergebiet rund um den Zürichsee sowie nach Winterthur erweitert. «Wir trafen uns regelmässig an Sonntagen in einer Konditorei zum Brunch» erinnert sich Andri Zehnder an die Anfänge des Geschäfts, das er mit Raphael Monsch zusammen gegründet hat. Bei einem reichhaltigen Frühstück wurden sich die Freunde einig, dass das Ganze zu Hause schöner und vor allem gemütlicher wäre. Die Idee mit dem Brunchkurier hat sich ausbezahlt. Die französische Ausgabe der «Bilanz» zählt sie zu den 40 besten Businessideen 2011. Raphael Monsch ist nach Los Angeles ausgewandert und hat die Idee dort ebenfalls umgesetzt. Champagner, Lachs und Konfekt am Bett für 158 Franken. Foto: Maria Zachariadis

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