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Der letzte Strohhalm

Nach der Krisensitzung bei Swica Volley Münsingen steht fest: Der Rückzug aus der NLA ist noch nicht beschlossen. Hilfe ist in Sicht.

Der vom Kollaps bedrohte Berner NLA-Klub Swica Volley Münsingen hat offenbar einen letzten Rettungsversuch gestartet. An einer dem Vernehmen nach «sehr emotional» verlaufenen Krisensitzung konnte der Rückzug aus der Nationalliga A vorerst verhindert werden. Wie wir gestern berichteten, verlassen acht Spieler den Verein; das Budget in der neuen Saison beträgt nur noch rund 70000 Franken (vormals 240000 Franken). «Es gibt einen letzten Strohhalm», sagt Marc Gerson, einer der Teilnehmer an der Krisensitzung. Mehr wollte der Trainer der zweiten Mannschaft (1.Liga) nicht verraten. Präsident Holger Herbst, wegen mangelnder Kommunikation von den «abtrünnigen» Spielern kritisiert, war gestern telefonisch nicht zu erreichen. Er weile den ganzen Tag an Meetings, wo es natürlich auch um Volleyball gehe, liess er via SMS verlauten. Die Rolle von Swiss VolleyWas Gerson andeutete, könnte ein Hinweis auf die Hilfe von Swiss Volley sein. Der nationale Verband dürfte ein Interesse haben, Swica Volley Münsingen beim Zusammenstellen eines NLA-Teams zu unterstützen, und bemüht sein, die am 3.Oktober beginnende Meisterschaft 2009/ 2010 wie vorgesehen mit sieben Teams zu bestreiten; Sursee und Martigny haben sich bekanntlich zurückgezogen. Eine zentrale Rolle bei der Rettungsaktion könnte das Nationale Leistungszentrum (NLZ) in Bern spielen. In der Talentschmiede im Weissenbühlquartier trainieren viel versprechende Beachvolleyballer, die im Winter in der Schlossmatthalle auftrumpfen könnten. Einige von ihnen sind in Münsingen bekannt: Jonas Weingart, Jonas Kissling und Mats Kovatsch spielten letzte Saison beim NLA-Dritten; Sébastien Chevallier ist heuer von Ligakonkurrent Lausanne zu den Aaretalern gewechselt. Der Nationalmannschaftspasseur trainiert bereits mit dem 1.-Liga-Team. Aber auch die ehemaligen Näfels-Akteure Andy und Roman Sutter verfügen über grosse Hallenerfahrung. Der (Volley-)Ball liegt nun bei den Verantwortlichen. Sie entscheiden darüber, ob 13 Equipen (107 Aktivmitglieder) und 62 Juniorinnen und Junioren – davon zwei Schweizer-Meister-Teams (Junioren B/Mini C Mädchen) – in Münsingen eine Perspektive haben. Thomas Wälti>

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