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Der nächtliche Grilleur

Als die Langenthaler Feuerwehr in der Nacht zum Dienstag aus dem Schlaf gerissen wird, schwant ihr nichts Gutes. Fürio!, Fürio! An der Thunstettentrasse brenne es – ausgerechnet in jenem Quartier also, wo es zuletzt immer wieder Feuer gegeben hat. Den mit Tanklöschfahrzeug und Drehleiter ausgerückten 20 Mann sticht denn auch bald starker Rauch in die Nase. Aufs Schlimmste gefasst, kämpfen sie sich im betroffenen Mehrfamilienhaus unbeirrt voran gegen Qualm und Dunkelheit.Dann haben die unerschrockenen Feuerwehrleute den Brandherd endlich erreicht: auf einem Zimmerbalkon. Dort ist ein argloser Bewohner gerade dabei, seinen Hausgrill zu entfachen und sich ein Würstchen zuzubereiten. Ob es den nächtlichen Grilleur aus purer Passion oder doch eher aus profanem Hunger plötzlich überkommen hat, das bleibt im Dunkeln.Kommandant Peter Siegrist, seit 22 Jahren bei der Feuerwehr, meint lakonisch: «Es ist nach meiner bisherigen Erfahrung relativ selten, dass jemand morgens um drei Uhr den Grill anmacht.»Stefan Aerni>

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