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Der Papierkorb streikt Wenn Hilfe lästig wird Leerschläge im Dateinamen? Bewertungs-Sterne sichern

Kummerbox Windows Wollte ich eine Datei löschen, wurde ich bisher gefragt, ob ich sie in den Papierkorb verschieben wolle. Nun erscheint die Frage, ob ich definitiv löschen wolle – und der Papierkorb ist leer. Was tun? Peter Heimann, Horgen Wie Windows beim Dateilöschen verfährt, legen Sie fest, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon des Papierkorbs klicken und «Eigenschaften» aus dem Kontextmenü wählen. Wie sich dieses Dialogfeld präsentiert, hängt von Ihrer Windows-Version ab. Die Standardeinstellung jedenfalls gibt entweder eine «benutzerdefinierte Grösse» für den Papierkorb vor, oder besagt bei Windows XP, dass ein Papierkorb für alle Laufwerke genutzt werden soll. Für die Standardeinstellung wählen Sie bei allen Windows-Versionen einfach die erste Option im Dialogfenster. Mit «Dateien sofort löschen (nicht in den Papierkorb verschieben)» wird der Papierkorb quasi lahmgelegt und anstelle der Frage «Möchten Sie diese Datei wirklich in den Papierkorb verschieben?» fordert Windows mit den Worten «Möchten Sie diese Datei wirklich unwiderruflich löschen?» eine Rückversicherung an. Sie schalten diese Frage ab, indem Sie das Häkchen bei «Dialog zur Bestätigung des Löschvorgangs anzeigen» entfernen. Im Zusammenspiel mit der Option, Dateien sofort zu beseitigen, sind gelöschte Dateien dann aber sofort und unwiederbringlich weg! Beachten Sie, dass Windows 7 und Vista für jedes Laufwerk separate Papierkörbe verwalten (bei XP ist das optional wählbar) und Sie Optionen für jeden Papierkorb separat setzen müssen. Ein letzter Tipp: Um Dateien ohne Umweg via Papierkorb zu löschen, betätigen Sie die Tastenkombination «Umschalttaste» + «Delete» (eventuell «Del» genannt). Auch hier gilt: Ohne Bestätigungsdialog sind Dateien sofort weg! Erleichterte Bedienung Seit einigen Tagen zeigt sich beim Arbeiten mit der Maus ein schwarzer Rahmen, etwa 1 Punkt dick. Er stört wirklich, lässt sich aber nicht beseitigen. Können Sie weiterhelfen? Walter Baumberger, Zollikerberg Es dürfte sich um eine Eingabehilfe von Mac OS X handeln. Es gibt bei Windows und Mac eine Reihe von Funktionen, die behinderten Anwendern die Bedienung erleichtern. Falls eine dieser Hilfen unbeabsichtigt aktiviert wird – was oft durch versehentliches Betätigen einer Tastaturkombination geschieht –, wirkt sich das störend aus. In Ihrem Fall ist es die Option «Bildschirm-Zoom», die Sie in den Systemeinstellungen von Mac OS X unter «Bedienungshilfen» in der Rubrik «Sehen» finden. Schalten Sie insbesondere «Vor dem Vergrössern rechteckiges Vorschaufenster einblenden» ab. Die Eingabehilfen sorgen auch unter Windows immer wieder für Verwirrung: Bei Windows Vista und Windows 7 finden Sie sie in der Systemsteuerung unter «Erleichterte Bedienung > Center für erleichterte Bedienung», bei XP klicken Sie auf «Eingabehilfen». Es ist vor allem die Option «Hohen Kontrast einrichten», die zu einer scheinbar unerklärlichen Veränderung der Darstellung führt. Sie finden dieses Hilfsmittel unter «Erleichterter Zugriff auf häufig verwendete Tools» beziehungsweise unter «Erkennen von Bildschirmobjekten erleichtern» vor. Sie ändert automatisch das Farbschema und damit die Darstellung von Fenstern und Bedienelementen. Wenn Sie die Option nicht verwenden möchten, müssen Sie sie abschalten und danach ein normales Farbschema auswählen. Das tun Sie bei Windows XP in der Systemsteuerung bei «Darstellung und Designs > Design des Computers ändern» im Reiter «Design». Das normale Design heisst «Windows XP». Bei Windows 7 und Vista klicken Sie in der Systemsteuerung auf «Darstellung und Anpassung > Anpassung > Design ändern». Windows und Mac OS X Früher gab es die eiserne Regel, in Dateinamen weder Leerschläge noch Umlaute zu gebrauchen. Bei Windows ist das aber seit Jahren möglich, und es erleichtert mir die Arbeit enorm. Soll ich von der Möglichkeit Gebrauch machen, oder gibt es Gründe, den alten Grundsatz aufrechtzuerhalten? Christian Casanova, Zürich Machen Sie Gebrauch von dieser Möglichkeit – wobei es nach wie vor sinnvoll ist, Umlaute zu meiden, weil die beim Versand via Internet oft durcheinandergeraten. Beachten Sie ausserdem folgende Hinweise: Die Konventionen, die beim Speichern von Dateien gelten, werden durch das Dateisystem festgelegt. Es steuert, wie Dateien auf dem Speichermedium abgelegt werden. Es hängt vom Dateisystem ab, wie gross Dateien und Laufwerke (Partitionen) maximal sein dürfen und welche Zeichen in Dateinamen verboten sind. Es gibt Unterschiede auch bei der Länge der Dateinamen. Probleme treten also vor allem beim Datenaustausch auf. Das Dateisystem FAT (kurz für «File Allocation Table»), das bei USB-Speichermedien oft zum Einsatz kommt, beschränkt die Länge des Dateinamens auf 255 Zeichen. Das kann deswegen zum Problem werden, weil der Pfad mitgezählt wird. Der Pfad ist die Angabe von Laufwerk, Ordner und Unterordnern, die einem Dateinamen vorangestellt wird. Bei verschachtelten Ordnerstrukturen mit langen Namen kann es deshalb passieren, dass ein Kopieren auf ein FAT-Laufwerk nicht möglich ist. Halten Sie also bei Dateien, die Sie weitergeben möchten, Ordnernamen einigermassen kurz. Das ist auch ein guter Ratschlag beim Brennen. Auf CDs und DVDs dürfen Dateinamen ebenfalls nicht ganz so lang sein wie auf der Festplatte. Schliesslich können lange Dateinamen ältere Programme durcheinanderbringen. Falls das passiert, empfehle ich den Umstieg auf eine neuere Version. Windows Media Player Ich habe meine CDs auf dem Computer abgelegt und im Windows Media Player den einzelnen Titeln Sterne vergeben. Ich mache regelmässig Back-ups meiner Musiksammlung im Ordner «Meine Musik». Nun sind mir die Sterne abhandengekommen, und ich denke, ich hätte auch die Datenbank des Media Player sichern sollen. Stimmt das? Und wenn ja, wie mache ich das? Walter Isotton, Uster Dem Ratschlag stimme ich zu. Die Datenbank des Windows Media Player stöbern Sie auf, indem Sie bei Windows XP im Startmenü auf «Ausführen» klicken und Folgendes eingeben: %appdata%\Microsoft. Bei Windows 7 und Vista betätigen Sie die Windows-Taste mit «r», um das Dialogfeld «Ausführen» anzuzeigen und verwenden den Befehl: %localappdata%\Microsoft Sichern Sie nun den ganzen Ordner «Media Player». Schuld an einer ungewohnten Darstellungist oft eine Eingabehilfe.Screen: TA Matthias Schüssler Der TA-Experte beantwortet Fragen zu Mac, Windows, Sicherheit, E-Mail, Internet und Multimedia. Senden Sie uns Ihre Fragen an kummerbox@tages-anzeiger.ch

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