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Die «alte Lady» strahlt in neuem Glanz

117 Jahre alt ist die Bahnhofsuhr, die Alois Bischofberger restauriert hat. Heute wird sie in Hombrechtikon wieder in Betrieb genommen.

Von Marco Huber Hombrechtikon &endash Alois Bischofberger begrüsst seine Gäste stets auf «Bähnlerart». Viermal lässt er die alte Bahnhofsglocke läuten, dann gehts hinein in die warme Stube des Hombrechtiker Bahnhöfli, das heute ein Restaurant ist. «Das ist sie, unsere Lady», sagt Bischofberger. Die Lady ist 2,60 Meter gross, hat Baujahr 1894 und wurde bei den Gebrüdern Ungerer in Strassburg gebaut. Von 1894 bis 1966 war sie Stationsuhr am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen. Dann kaufte der Meilemer Arnold Maag die Uhr. Später installierte sie sein Sohn bei sich zu Hause. Als Geschenk an die Gemeinde Hombrechtikon gelangte die «Lady» in die Hände von Bischofberger. Der ehemalige SBB-Lokführer ist begeisterter Bähnler und Vorsitzender der Interessengemeinschaft «Uerikon-Bauma-Bahn, Bahnhöfli-Freunde». Ihm lag viel daran, die altehrwürdige Bahnhofsuhr zu restaurieren. Etwa 100 Stunden Fronarbeit sind dafür nötig gewesen. «So viel zu tun gab es eigentlich gar nicht», sagt Bischofberger. Das Uhrwerk musste einmal gründlich gereinigt und neu eingestellt werden. Das wars schon. «Die Uhr war gut erhalten. Wir mussten nichts ersetzen», sagt er. Dennoch, ohne die Hilfe von Fachleuten wäre die Restauration nicht möglich gewesen. Ein Schreiner, ein Malermeister, ein Uhrmacher und ein Kunstschmied haben mitgeholfen.Die «Lady» besteht eigentlich aus zwei Uhren: einer Mutteruhr und einer Aussenuhr. Mit einer mechanischen Welle sind beide miteinander verbunden. Der Uhrenkasten steht in der Gaststube des Bahnhöfli, die Aussenuhr hängt am Bahnhofsgebäude. Deren Ziffernblatt wird mit einer Petrollampe beleuchtet. «La grande donna» Heute Abend wird die Bahnhofsuhr in Hombrechtikon wieder in Betrieb genommen. Gemeindepräsident Max Baur steigt dafür auf die Leiter und zündet die Petrollampe an. Von da an zeigt die Herrliberger «Lady» den Besuchern im Hombrechtiker Bahnhöfli die Zeit an. Da das Bahnhöfli ein italienisches Restaurant ist, werde sie wohl aber noch umgetauft, sagt Bischofberger. «Für uns ist sie una grande donna molto importante.» Ex-Lokomotivführer Alois Bischofberger hat sich der ehemaligen Herrliberger Bahnhofsuhr angenommen. Foto: Marco Huber

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