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«Die Buben können etwas für ihre Zukunft lernen»

Bereits zum achten Mal finden in Bassersdorf morgen und am Samstag die Bubentage statt. Diesmal mit einem Teilnehmerrekord.

Mit Felix Goldinger sprachAlexander Lanner Herr Goldinger, der Begriff «Bubentage» klingt etwas archaisch. Was ist darunter zu verstehen? Jedes Jahr im Herbst wird der zweitägige Anlass in Bassersdorf durchgeführt. Buben ab neun Jahren haben dabei die Möglichkeit, aktive und gesunde Freizeitbeschäftigungen hautnah zu erleben. Zur Auswahl stehen beispielsweise Klettern, das Bauen von Lenkdrachen oder Pfeilbogen wie auch Street-Skateboarding und Breakdance. Die Knaben können bestehende Kontakte vertiefen und neue knüpfen. Für die Organisation sind die beiden Landeskirchen zuständig, Hauptgeldgeber ist die politische Gemeinde Bassersdorf. Cat Week in Wallisellen, Rägi Sportcamp in Regensdorf: Im Herbst finden viele Veranstaltungen für Schüler statt. Das stimmt. Es gibt auch an anderen Orten Bubentage. Diese finden aber eher vor einem psychologischen Hintergrund statt. Unser erklärtes Ziel ist es, dass die Buben etwas Sinnvolles für die Zukunft lernen und auch Selbstreflexion betreiben. Sie sollen so ihre eigenen Fähigkeiten erkennen können. Im besten Fall konkretisiert sich dabei schon der spätere Berufswunsch. Und im Gegensatz zu den erwähnten Sportwochen wollen wir nicht eine reine Plattform für die Ortsvereine darstellen. Wir haben mit dieser Form in den letzten Jahren immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Im letzten Jahr haben wir in einer Vernehmlassung das Angebot noch optimiert. Wie gut kommen die Bubentage bei der Zielgruppe an? Das Bedürfnis in Bassersdorf ist zweifelsohne vorhanden. Es gibt sogar Eltern, die extra wegen der Bubentage früher aus den Ferien zurückkommen. Bei der diesjährigen Austragung können wir mit 88 Teilnehmern einen Rekord verbuchen. Normalerweise sind zwischen 50 und 70 Schüler mit von der Partie. Vor allem haben sich Primarschüler der 4. bis 6. Klasse angemeldet. Aus der Oberstufe werden nur mehr die ersten Klassen angeschrieben. Wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat, fühlen sich die älteren Schüler weniger angesprochen. Die Interessen von Jugendlichen in der Pubertät beschränken sich eben auch nicht mehr nur auf Bubenaktivitäten. Welche Angebote sind dieses Jahr besonders gefragt? Der absolute Renner ist das Bauen von Pfeilbogen. Die Bogen werden nach uralter Tradition gefertigt. Diesen Workshop hätten wir fast dreifach belegen können. Geführt wird der Kurs von Felix Immler, Sozialpädagoge aus St.?Gallen, der sehr stark am historischen Mittelaltermarkt Buchhorn am Bodensee (www.buchhorn.ch) beteiligt ist. Aber auch das Lenkdrachen-Bauen ist auf ein sehr grosses Echo gestossen. Die Workshops werden von ausgewiesenen Fachkräften geleitet. Neu in diesem Jahr ist zum Beispiel der Workshop ‹Fakir› von Thomy Widmer. Widmer ist ursprünglich Theaterpädagoge und mit seiner Figur ‹Murmi› auch im Fernsehen eine feste Grösse. Für das Street-Skateboarding konnten wir Taro Toyama gewinnen, der seit 2005 auf der Freestyle-Tour der Stiftung ‹Schtifti› dabei ist. Felix Goldinger Der 41-jährige Thurgauer arbeitet seit 2007 als Jugendbeauftragter in der Gemeinde Bassersdorf.

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