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Die drei Ja kamen klarer als erwartet

Das Sportzentrum Eselriet in Illnau-Effretikon kann saniert und umgebaut werden. Zudem erhalten die Fussballer einen Allwetterplatz – und die Benützer des Eisfeldes 1 ein Dach über dem Kopf.

Von Till Hiemer Illnau-Effretikon – Die Stimmberechtigten von Illnau-Effretikon stellen sich hinter das Sportzentrum Eselriet. 83 Prozent aller Urnengänger haben sich am Wochenende für den Kredit in Höhe von 14 Millionen Franken ausgesprochen, der für Sanierung und Ausbau des Haupttraktes verwendet wird. Über 75 Prozent genehmigten den Neubau einer einfachen Halle über dem Eisfeld 1 für 4,35 Millionen Franken. Und rund 71 Prozent ermöglichten mit ihrem Ja, dass die Fussballer einen Allwetterplatz für 2,42 Millionen Franken erhalten werden. Die Stimmbeteiligung lag bei 53 Prozent. Der Tenor bei den Siegern lautete gestern Nachmittag überall gleich: Man hatte sich zwar im Vorfeld gute bis sehr gute Chancen auf ein dreifaches Ja ausgerechnet – aber dass die Resultate derart eindeutig ausfallen würden, kam doch für alle höchst überraschend. So auch für Christoph Müller. Dieser hatte gleich doppelt Grund zur Freude – einerseits in seiner Funktion als Präsident des Dachverbandes der Illnau-Effretiker Sportvereine (Dies), andererseits als Vorsitzender des örtlichen Eishockeyclubs (EIE). «Meine kühnsten Erwartungen wurden übertroffen», freute er sich nach Bekanntgabe der Ergebnisse. Müller hatte mit Ja-Stimmen-Anteilen von «maximal 60 Prozent» gerechnet. Einen der Hauptgründe für das eindeutige Ergebnis sieht er in der Gründung des Dies vor rund fünf Jahren. «Mit diesem Schachzug ist es uns gelungen, alle Vereine ins selbe Boot zu holen», so Müller. «Sollten künftig etwa die Handballer oder Leichtathleten ähnliche Anliegen haben, werden wir uns auch für sie einsetzen», sagte er. Speziell freute sich Müller natürlich für «seine» Eishockeyaner. «Dass wir nach über drei Jahrzehnten Kampf nun endlich ein Dach über dem einen Eisfeld erhalten, ist für uns ein Riesenerfolg.» Man habe auch hier rechtzeitig erkannt, dass es nicht ausreiche, wenn nur der EIE und der Eislaufclub Illnau-Effretikon zusammenspannen würden, sondern dass es der Bündelung aller Kräfte bedürfe, die dem Sport wohlgesinnt seien. Stadtrat André Bättig, der als Vorstand des Jugend- und Sportamts die Umsetzung des Abstimmungsergebnisses zu verantworten hat, freute sich ebenso – umso mehr, als auch er eher verhalten optimistisch dem Urnengang entgegengefiebert hatte. «Auch ich habe mit maximal 60 Prozent Ja-Stimmen-Anteilen gerechnet», sagte er. Gemäss Bättig werden nun die Ausführungsplanungen vorangetrieben und die nötigen Baubewilligungen eingeholt. Bereits im kommenden August soll dann der Spatenstich erfolgen. «Ziel ist es, Haupttrakt und Allwetterplatz im nächsten Jahr einweihen zu können», so Bättig. Bei der Eisfeld-Überdachung sei man hingegen hinsichtlich der Planung noch nicht ganz so weit. «Schön wäre es, wenn das Dach im Sommer 2013 stehen würde», meinte er. Auch Bättigs Stadtratskollege Philipp Wespi hatte ein dreifaches Ja erwartet – aber ebenfalls nicht in dieser Eindeutigkeit. In seiner Funktion als Finanzvorstand wies er darauf hin, dass es nun wichtig sei, die – nur geschätzten – Kosten von knapp 21 Millionen Franken auf keinen Fall zu überschreiten. «Die Stimmbürger erwarten mit Recht, dass uns das gelingt. Alles andere wäre eine Katastrophe.» «Die Stimmbürger erwarten mit Recht, dass es uns gelingt, die Kosten von knapp 21 Millionen Franken auf keinen Fall zu überschreiten.» Philipp Wespi, Finanzvorstand So soll sich der Haupttrakt des sanierten Sportzentrums Eselriet in Zukunft präsentieren.Visualisierung: PD

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