Zum Hauptinhalt springen

Die einst kanalisierte Reppisch ist zum Naturkorridor geworden

Dietikon – Heute weiht der Kanton im Reppischhof zwischen Dietikon und Bergdietikon die Hochwasserschutzmassnahmen am Reppischufer ein. Damit ist der einst eingeengte, 20 Kilometer lange Bach vom Türlersee bis fast zur Mündung in die Limmat weitgehend naturnah, was Menschen, Tieren und Pflanzen wohltut. Die Reppisch ist ein Paradebeispiel für das Umdenken in Bezug auf Fliessgewässer. Während einst, um vor Hochwasser zu schützen, Kanäle und Dämme entstanden, bestehen die heutigen Massnahmen im Reppischof aus Überflutungszonen und sich natürlich verändernden Uferböschungen. Das 1995 festgelegte Gesamtnaturschutzkonzept des Kantons schrieb vor, die Reppisch vorrangig zu fördern und wo nötig aufzuwerten. Eine Forderung, die nicht in den hitzigen Sparübungen verdunstete: Herzstück ist die seit 1999 vorangetriebene zehn Kilometer lange Strecke in Stallikon, welche die Idee eines Ökokorridors pionierhaft verwirklichte. Vorab die Absprachen mit den Landwirten gelten als vorbildlich. Als ökologische Massnahmen für den Bau der Westumfahrung Zürichs entstand im Raum Birmensdorf eine bis zu 40 Meter breite Flusslandschaft, und in Landikon wurde eine Fischrampe erstellt, welche die Längsvernetzung wiederherstellt. Revitalisiert wurde auch der zwei Kilometer lange, zuvor hart verbaute Bereich Aumüli-Gamlikon, der letzte naturfremde Abschnitt zwischen Birmensdorf und Türlersee. Dieser steht unter Natur- und Landschaftsschutz. Nur an klar abgegrenzten Orten ist Freizeitnutzung zugelassen. Helene Arnet Ein letztes Stück Reppischkanal bei der Einmündung in die Limmat. Foto: Key

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch