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Die Grünen wollen eine Urnenabstimmung

Die Wädenswiler Grünen fordern auf dem Blattmann- Areal preisgünstige Wohnungen. Ob die anderen Parteien für ein Referendum sind, ist noch unklar.

Von Bettina Ledergerber Wädenswil – Die Entscheidung war knapp. Mit 15 zu 17 Stimmen wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag der Rückweisungsantrag des Grünen Heinz Wiher abgelehnt. Er forderte, dass auf dem Blattmann-Areal ein Anteil preisgünstiger Wohnungen entstehe und plädierte für eine Ablehnung der Anträge des Stadtrates. Dieser beantragte dem Parlament, das 11 000 Quadratmeter grosse Blattmann-Areal an der Seestrasse von der Industrie- in eine Wohn- und Gewerbezone umzuteilen. Ausserdem wurde ein privater Gestaltungsplan für das Areal vorgelegt. Doch Heinz Wiher gibt nicht auf. Er will eine Volksabstimmung herbeiführen. «Es ist ein wichtiges Geschäft, die Abstimmung war knapp, darüber sollen die Wädenswiler Stimmbürger entscheiden können», sagt er. «Es ist wichtig, dass wir in Wädenswil einen gesunden Wohnungsmix haben.» Eine Retourkutsche? Wiher hat nun zwei Möglichkeiten, eine Abstimmung herbeizuführen: mittels eines Behörden- oder eines Volksreferendums. Fürs Behördenreferendum braucht er 12 Unterschriften aus dem Rat. Für ein Volksreferendum müsste er 400 Unterschriften von Wädenswiler Stimmberechtigten sammeln. Das Referendum muss innert 30 Tage zustande kommen. Die CVP wird erst nächste Woche in einer Sitzung entscheiden, ob sie ein Referendum unterstützen will. «Vorher möchte ich mich dazu nicht äussern», sagt CVP-Gemeinderätin Monika Greter. Die SP gibt sich ebenfalls zurückhaltend. Schon in der Gemeinderatssitzung hatte Thomas Hartmann gesagt, er werde ein Behördenreferendum keinesfalls unterschreiben. Auf der Strasse würde er das Begehren aber unterstützen. Die Initiative müssten seiner Meinung nach die CVP oder die Grünen ergreifen. «Wir überlassen es ihnen», sagt Hartmann. Diese Aussage ist als Retourkutsche zu verstehen. Im Frühling 2009 hatten die CVP und die Grünen der SP die Unterstützung für ein Referendum gegen die Kernzone Oberdorfstrasse verwehrt. Die Sozialdemokraten sammelten die 400 nötigen Unterschriften allein und gewannen schliesslich auch die Abstimmung an der Urne.

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