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«Die Kreuzung wird umgepolt»

Mit der Eröffnung des Neufeldtunnels am

Noch fliesst beim Henkerbrünnli der Verkehr hauptsächlich auf der Achse Neubrückstrasse– Bollwerk. Nach der Eröffnung des Neufeld-Zubringers am Samstag wird die Tiefenaustrasse zur Hauptachse. In Verlängerung dazu soll die kleine Westtangente (Bahnhofdurchfahrt) mehr Verkehr aufnehmen. Der städtische Verkehrsplaner Lukas Schiffmann sagt: «Die Kreuzung wird umgepolt.» Nur noch Retouchen nötigDas Henkerbrünnli sei bereits vor drei Jahren vorbereitet worden. Jetzt müssten nur noch die Spuren neu geordnet und die Steuerung der Lichtsignalanlagen angepasst werden, sagt Hansueli Röthlisberger vom städtischen Tiefbauamt. «Wer durch die kleine Westtangente an die Kreuzung fährt, darf künftig wieder links ins Länggassquartier abbiegen», erläutert er. Von der anderen Seite her gelangt der Verkehr laut Röthlisberger zweispurig an die Kreuzung. Wer zur Lorrainebrücke oder in die Innenstadt will, nimmt die linke, wer durch den Bahnhof oder in Richtung Neubrückstrasse unterwegs ist, die rechte Fahrspur. Die Wildparkstrasse, die ab Bierhübeli stadtauswärts als Zufahrt auf die Tiefenaustrasse genutzt wurde, bleibt für den Autoverkehr gesperrt. Die neue Verkehrsregelung sei nicht im Hinblick auf eine Entlastung des Bahnhofplatzes neu organisiert worden, sagt Schiffmann. Doch natürlich sei eine gewisse Verlagerung des querenden Verkehrs auf die Westtangente erwünscht. Auch Zollikofen-ZubringerAuf der Tiefenaustrasse wird der tägliche Verkehr anwachsen. Heute verkehren durchschnittlich 12000 Fahrzeuge. 18000 werden es mittelfristig sein. «Häufig wird vergessen, dass der Neufeldtunnel nicht nur der Stadt Bern dient, er ist auch ein neuer Zubringer für Zollikofen», erinnert Schiffmann. Die Planer gingen davon aus, dass sich der Verkehr ab Tunnel je zur Hälfte in die beiden Richtungen teile. Verbesserung für VelofahrerFür Velofahrerinnen und Velofahrer war das Henkerbrünnli bis anhin ziemlich unangenehm. «Die neue Regelung haben wir zusammen mit der Velofachstelle entwickelt», sagt Röthlisberger. Sie sollte deshalb um einiges besser sein als die bisherige. Ab Länggasse können Radfahrer auf der Busspur losfahren. Wer in Richtung Lorrainebrücke einspurt, tut dies künftig auf einem durchgehenden, die Fahrspur querenden Radstreifen. «Achtung: Autofahrer haben den Velofahrern Vortritt zu gewähren», betont Röthlisberger. Vorsicht bei der UmstellungHeikel ist für Pro Velo Bern die Umstellung auf die neue Veloführung in umgekehrter Richtung ab Schützenmatte ins Bierhübeli. Velofahrer, die in die Länggasse möchten, müssten unbedingt rechts einspuren und die Veloampel beachten, warnt der Verein in einer Mitteilung. Steht die Ampel auf Rot, hat der Verkehr in Richtung Tiefenaustrasse freie Fahrt und würde geradeaus fahrenden Velofahrern den Weg abschneiden. In den ersten Tagen nach Inbetriebnahme werden laut Tiefbauamt Feinjustierungen am System vorgenommen. Denn erst dann wird sich zeigen, wie genau sich Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf der Strasse verhalten. Christoph Aebischer>

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