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«Die Post müsste Einzahler und Empfänger belohnen»

PostRund 300 Millionen Franken für Bareinzahlungen am Schalter,TA vom 7. 2. Altes ungelöstes Problem. Alle paar Jahre kommt das Thema wieder in die Zeitung, alle paar Jahre zeigen sich der Ärger und der Frust der Geldempfänger, immer werden die gleichen Argumente geäussert, immer wieder ertönt der Ruf nach Gerechtigkeit, und nie ändert sich etwas. Dass der Verursacher die Taxe bezahlen soll, ist eigentlich logisch, doch die Post will das nicht zur Kenntnis nehmen, weil sie dann empfindliche Einbussen erleiden würde. Müssten die Kunden, die am Schalter einzahlen, die Taxe selber bezahlen, würden nämlich sehr viele von diesen auf andere Zahlungsmethoden ausweichen. Sara Stalder vom Konsumentinnenschutz ist «vehement gegen eine Bestrafung der Bareinzahler am Postschalter», weil jeder Postkunde zu gleichen Konditionen einzahlen sollte. Und wie ist es mit den Empfängern? Einige Firmen, z. B. Sunrise, überwälzen die verlorenen Einnahmen bei der nächsten Rechnung richtigerweise auf die besagten Kunden. Das können die Wohltätigkeitsorganisationen nicht machen, denn sie können den Spendern die Bürde nicht auflasten. So fliessen Tausende Franken, die als Spenden gedacht sind, in die Kasse der Post und kommen nicht Hilfswerken zugute. Wann schaut endlich jemand aus der Politik dazu, dass hier gerechte Verhältnisse herrschen? Carol Siegenthaler, Peist Unlogisches Modell. Auf der einen Seite bestraft die Post bei Bareinzahlungen den Empfänger, auf der anderen Seite ist sie ein Gemischtwarenladen und dementsprechend auf möglichst viele Leute angewiesen, die ihre Einzahlungen noch am Schalter tätigen. Statt Gebühren zu verlangen, müsste die Post konsequenterweise die eine oder andere, oder sogar beide Seiten, belohnen. Ich mag der Post grundsätzlich diese Einnahmen gewiss gönnen; ich wundere mich aber schon lange über die fehlende Logik dieses Modells. Oscar Rufer, Zürich Rückständige Steuerverwaltung. Dass die älteren Leute ihre Einzahlungen eher am Postschalter erledigen, das kann schon sein. Umgekehrt zeigen aber auch Amtsstellen wie die Zürcher Steuerverwaltung eine gewisse Unfähigkeit im Umgang mit modernen IT-Methoden. Ich bin 72 Jahre alt, und bevor ich endlich die elektronische Private Tax herunterladen konnte, habe ich die Steuererklärung lange mit einer selbst gestrickten Excel-Datei gemeistert. Bei der Steuererklärung 2010 habe ich nun erneut ein Couvert für die Einsendung der ausgedruckten Steuererklärung erhalten, mit der Bitte, sie über die gute alte Post (ausreichend frankiert) an das Scan-Center zu senden. Ob ich es wohl noch erlebe, dass ich meine Steuererklärung per Mausklick einreichen kann? Hendrik van Soest, Uster Bei Bareinzahlungen kassiert die Post vom Empfänger eine Gebühr.Foto: Keystone

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