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Die Rolle der WC-Rolle im öffentlichen RaumGesprächsfetzen im öffentlichen Raum

B-Side Öffentlicher Verkehr I Da liegen sie auf dem Perron, verstreut und doch zusammengehörend: eine WC-Rolle, eine Hose, eine 1,5-Liter-Flasche gefüllt mit Fruchtstücken, zwei Magazine, eine Jacke, eine Cremetube . . . sieben Sachen, die eine Geschichte andeuten, ohne sie zu erzählen. Von einem Penner, der schlaftrunken ohne seinen Besitz abzottelte? Einem Alkoholiker, der sich und die Welt vergass? Einem Pendler, dem, als er den Zug gerade noch erreichte, der Papiersack zerriss und der sich für den Zug entschied? Einem Marketingexperten, der mit Guerilla-Werbung experimentiert? Einem Landschaftsmaler, der erste Schritte in Richtung Kunst im öffentlichen Raum versucht? Die S-Bahn fährt ein . . . (reu) Öffentlicher Verkehr II Dann fährt die Bahn los, und irgendwann an einer Plakatwand vorbei. Ein jüngerer Mann nutzt dies als Anlass, ein Gespräch mit seiner Nachbarin zu beginnen. Er: Hast du das Plakat gesehen, der Jordi hat eine neue Uhr. Sie: Und? Er: Darauf hat die Welt gewartet. Sie: Ich nicht. Er: Du bist auch nicht die Welt. Sie: In meiner schon. Schweigen. Er versucht es nochmals. Er: Und der Hofstetter hat kürzlich die Jungfrau beleuchtet. Sie: Wenn die Eltern dem nur nie eine Taschenlampe gegeben hätten. Er: Nach der Sonne ist er der drittgrösste Lichtkünstler. Sie: Und wer ist der grösste? Er: Der Knie. Sie: Arbeitest du bei der «Schweizer Illustrierten»? (reu)

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