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Die Saftpresse bekommt es mit ungewöhnlich grossen Äpfeln zu tun

Wegen des milden Herbstes fällt die Ernte von Äpfeln und Birnen überdurchschnittlich aus. In der Mosterei Egg gibt das viel zu tun. Gleichzeitig sinken aber die Preise.

Von Dominique von Rohr Egg &endash 1500 Tonnen Mostobst nahm die Mosterei Egg dieses Jahr entgegen. Sie verarbeitet die Früchte aus dem Zürcher Oberland zu Saft. Die diesjährige Ernte liegt über dem durchschnittlichen Wert. Der Grund dafür ist laut Stefan Weber, dem Verantwortlichen der Mosterei, der schöne Frühling, besonders aber der milde Herbst. «Die Früchte sind deshalb grösser als sonst, das macht sehr viel aus.» Auch die Qualität sei gut. Die einzige gewerbliche Mosterei im Oberland verarbeitet in einem guten Jahr bis zu 2000 Tonnen Mostäpfel und Birnen in ihrer Obstpresse. Im Jahr 2007 lag der Wert sogar darüber. Es kann aber auch sein, dass die Ernte sehr viel geringer ausfällt, wie im letzten Jahr, als nur 450 Tonnen verarbeitet wurden. Weil sie dieses Jahr gesamtschweizerisch üppig war, drückt ein Überangebot die Preise. Für Äpfel und Birnen liegt er tiefer als 30 beziehungsweise 20 Franken pro 100 Kilogramm. Trotzdem sagt Stefan Weber, dass es bis jetzt ein gutes Jahr war. «Der ganze Ablauf klappte reibungslos, es hat keine bösen Überraschungen oder ungeplanten Vorfälle gegeben.» Es gab zwar viel zu tun, aber es seien nur wenige Nachtschichten nötig gewesen. «Es wird ein bisschen früher angefangen und ein bisschen später Feierabend gemacht, ansonsten ist die Arbeit gut zu bewältigen.» Zwischen 100 und 150 Bauern liefern ihr Obst der Landi in Egg ab, die für die Mosterei zuständig ist. Dazu kommen diverse Sammelstellen im Oberland. Der frisch gepresste Obstsaft wird an die Firma Ramseier weiterverkauft. Er wird dann zu Konzentrat weiterverarbeitet, das zur Herstellung von Apfelsaftprodukten dient. Als Nebenprodukt fallen grössere Mengen Frischtrester an. Sie setzen sich aus den Resten der gepressten Früchte zusammen und eignen sich zur Fütterung von Milchkühen. Frischtrester kann man direkt in Egg abholen. Durchschnittlich süss Dieses Jahr liegt der Öchslegehalt bei den Birnen bei 50 Grad und bei den Äpfeln bei 47 Grad. Dies seien beides gute, wenn auch durchschnittliche Werte, sagt Weber. Der Öchslegrad zeigt den Zuckergehalt des Saftes an. Je höher er ist, desto teurer kann der Saft verkauft werden. Durch einen hohen Zuckergehalt kann mehr Konzentrat hergestellt werden. Stefan Weber zeigt die reifen Äpfel, die er verarbeitet. Foto: Dominique von Rohr

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