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Die Salzlager sind gefüllt – der Winter kann kommen

Obwohl im letzten Winter das Salz ausging, setzen Stadt und Kanton weiterhin auf Schwarzräumung.

Winterdienst Von René Donzé Ende Januar 2010 war es so weit: Wegen eines langen und harten Winters neigten sich in ganz Europa die Salzvorräte dem Ende entgegen. Auch im Kanton Zürich waren die Lager beinahe leer. Die Rheinsalinen konnten nur stockend liefern. Als Notmassnahme wurden nur noch Autobahnen, Hauptverkehrsachsen, gefährliche Stellen und Zufahrten zu wichtigen Gebäuden gesalzen. Quartierstrassen, Parkplätze und Trottoirs blieben weiss. «Wir konnten die Mobilität trotz Salzknappheit aufrechterhalten», sagt Leta Filli, Sprecherin von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ). Dennoch würden in diesem Winter wieder alle Strassen schwarz geräumt. «Für eine Änderung bräuchte es einen politischen Entscheid», so Filli. Auch der Kanton will auf das gewohnte Räumungskonzept zurückgreifen, wie Strasseninspektor Reto Färber sagt – obwohl auch er von «guten Erfahrungen im letzten Winter» spricht. Von Gesetzes wegen seien die Strasseneigentümer verpflichtet, alles Zumutbare vorzukehren für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Sonst könnte es zu Haftungsklagen kommen. Im Mittelland mit Temperaturen um null Grad würden sich schnell gefährliche Eisflächen bilden. Anderer Meinung sind vereinzelte Gemeinden. So hat etwa Marthalen offiziell den reduzierten Winterdienst eingeführt, entgegen den Weisungen des Kantons. Die Städte Zürich, Winterthur und der Kanton haben ihre Salzlager wieder bis zum Rand gefüllt, aber keine speziellen Zusatzdepots eingerichtet. Der Kanton verfügt über 13 000 Tonnen, Zürich über 2800 Tonnen und Winterthur über 800 Tonnen. Das reicht für mehr als einen durchschnittlichen Winter.

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