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Die Stadt Wetzikon muss ihre Sozialwohnungen räumen

65 Wohnungen entstehen im Wetziker Quartier Blaketen. Im Herbst ist Baustart für die erste Etappe. Pfarrer Siebers Sozialwerke dürfen noch ein Jahr bleiben.

Von Susanne Bucher Wetzikon – Die Wohnungen der fünf Blaketen-Blöcke wurden vor über zwei Jahren komplett geräumt. Ein Immobilienfonds der UBS will das Areal an idyllischer und zentraler Lage teils sanieren und aufstocken, teils neu überbauen. Bis jetzt blieben die Baumaschinen dem Quartier aber fern. Der Grund: Rund 30 Wohnungen wurden zwischenzeitlich an die Stadt Wetzikon sowie an die Sozialwerke Pfarrer Sieber vermietet. Die Stadt nutzt sie als Sozialwohnungen, Pfarrer Sieber für sein Notwohnprojekt. Die acht Wohnungen, die die Stadt seit Februar 2010 gemietet hat, wurden per Ende Mai vorzeitig gekündigt. Denn der UBS-Immobilienfonds Sima möchte im kommenden September mit der Sanierung und Aufstockung zweier Blöcke beginnen. «Wir wussten von Anfang an, dass wir die Wohnungen nur für eine Übergangszeit mieten können», sagt Barbara Fischer, Leiterin der Abteilung Soziales der Stadt Wetzikon. Doch habe man natürlich gehofft, dass die UBS erst vom zweiten möglichen Kündigungstermin im Mai 2012 Gebrauch machen würde. Sozialdienst sucht nach Ersatz Nun muss der Sozialdienst Ersatz suchen – kein einfaches Unterfangen. Denn billiger Wohnraum ist in Wetzikon sehr knapp. «Das ist nicht nur ein Wetziker Problem. Im ganzen Kanton hat es zu wenig zahlbaren Wohnraum für Personen mit geringem Einkommen», sagt Barbara Fischer. Für die Asylbewerber, die bisher in zwei Wohnungen in der Blaketen untergebracht waren, habe man bereits eine Lösung gefunden. Für die anderen, von der Fürsorge abhängigen Familien ist man immer noch auf der Suche nach Ersatzwohnungen. Die Sozialwerke Pfarrer Sieber haben in der Blaketen insgesamt 24 Wohnungen übergangsweise gemietet. Die Sozialwerke vermieten den grössten Teil dieses Wohnraums an Personen weiter, die in einer prekären finanziellen Situation stecken. Zudem nutzt das Sozialwerk einige Wohnungen für Patienten aus dem Sunne-Egge – ein Spital der Sozialwerke Sieber für Drogensüchtige und Aidspatienten. Die UBS hat den Vertrag mit Pfarrer Sieber nicht gekündigt und hat es auch nicht vor – zumindest noch nicht: «Der Mietvertrag läuft wie vereinbart bis Ende Oktober 2012», sagt Dominique Scheiwiller, Sprecherin der UBS. Die Überbauung wird in zwei Etappen realisiert. Die drei Blöcke, in denen sich die Wohnungen der Sozialwerke Pfarrer Sieber befinden, werden erst im November 2012 abgerissen. 17 Wohnungen mehr als bisher Bereits im Dezember 2009 hat die Stadt dem UBS-Fonds die Baubewilligung erteilt. Wegen Einsprachen liegt die rechtsgültige Baubewilligung erst seit September 2010 vor. Weshalb die UBS die Wohnungen zwischenvermietet und nicht bereits im Herbst mit dem Bau begonnen hat, begründet sie wie folgt: «Aufgrund von Verzögerungen im Bewilligungsverfahren, konnte nicht mit einem Baubeginn im Frühjahr 2010 gerechnet werden», so UBS-Sprecherin Scheiwiller. Insgesamt entstehen in der Blaketen 65 neue Wohnungen – 17 mehr als bisher. Die Bauarbeiten sollen, sofern alles nach Plan läuft, im Sommer 2014 abgeschlossen sein.

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