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Die Tage des umstrittenen Musikpavillons sind gezählt

Winterthurs Stadtrat will den zentralen Stadtpark schöner und grosszügiger gestalten. Gestern haben die Projektteams ihre Visionen präsentiert.

Von Sarah Rüegger Winterthur – Der Stadtgarten im Zentrum Winterthurs soll grösser und schöner werden. Schon 2008 beschloss der Stadtrat unter dem Projekttitel «Merkur», die Situation im Park, insbesondere beim Musikpavillon, zu verbessern. Dieser war damals von der offenen Drogenszene besetzt und galt als teuerste Parkbank Europas. Als Sofortmassnahme erhöhte die Polizei ihre Präsenz, zersplitterte so die Drogenszene und gewann den öffentlichen Raum für die Bevölkerung zurück. Der Platz vor dem Musikpavillon wurde übergangsweise mit Marktständen belebt. Doch auch langfristig soll der Park aufgewertet werden und an Attraktivität gewinnen, wie es gestern an einer Medienorientierung hiess. Ein zentraler Begegnungsort Die Stadt hat es sich zum Ziel gesetzt, den Stadtgarten zu einem zentralen und attraktiven Begegnungsort zu machen. Ein Team von Architekten, Stadtplanern und –historikern, Landschaftsarchitekten und Soziologen diskutierte mehrere Varianten, wie dessen Nutzung optimiert werden könnte. Sie kamen zum Schluss, dass die anliegenden Randbereiche und Liegenschaften in die Neugestaltung des Parks miteinbezogen werden müssen und der Park so ausgedehnt wird. Die Planungsteams haben sieben Massnahmen formuliert, die dieses Ziel erreichen sollen. Nun werden diese in drei Projekten konkretisiert. Eine der Massnahmen fordert, dass das Erdgeschoss des Manor-Warenhauses besser genutzt und verschönert wird. Weiter soll die Tiefgarageneinfahrt verlegt werden, damit sich das Warenhaus gegen den angrenzenden Merkurplatz hin öffnet und diesen belebt. Zudem soll die Passage von der Stadthausstrasse her schöner gestaltet werden. Auch die Restaurants, welche sich gegen die offene Drogenszene abgeschottet hatten, sollen sich wieder in den Park integrieren. Zudem müsse die Anbindung des Stadtparks an die Quartiere optimiert werden, beispielsweise mittels Fussgängerstreifen. Schlechte Karten bei der Neuplanung hat hingegen der seit Jahren umstrittene Musikpavillon. Stadtrat Michael Künzle (CVP): «Kein Beteiligter des Planungsteams hat sich für den Musikpavillon ausgesprochen.» Auch die Marktstände, welche zwischenzeitlich als Anziehungspunkt im Pavillon fungierten, werden bald verschwinden: «Sie waren von vornherein als Zwischenlösung gedacht», sagte Künzle. Zum Zeitrahmen der Umsetzung der Ziele könne man heute noch nichts sagen, das sei von Projekt zu Projekt verschieden. Der Stadtpark soll mit dem Platz vor dem Manor zusammenwachsen.Visualisierung: PD

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