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Die Zeit läuft ab

Marc Imboden

Nicht nur das kleine Gurzelen hat immer wieder Probleme, Leute zu finden, die sich politisch im Gemeinderat oder einer Kommission engagieren. Auch das vergleichsweise grosse Uetendorf kann davon ein Liedchen singen. So fand etwa kürzlich die FPD-Ortspartei nach einem Rücktritt aus dem Gemeinderat keinen Nachfolger aus ihren Reihen und nominierte schliesslich einen Vertreter der BDP. Das zeigt ganz klar: Die Zeiten der kleinen und Kleinstgemeinden ist definitiv abgelaufen. Fusion heisst das Gebot der Stunde. Politiker auf Kantonsebene, im Thuner West- und Ostamt haben dies erkannt und arbeiten gegenwärtig daran, die Zahl der Gemeinden im Kanton zu verkleinern. Aufgabe der Politiker ist es aber auch, den Leuten glaubhaft zu erklären, dass sie mit der Aufgabe der Gemeindeautonomie nichts verlieren. Zum einen wird der Handlungsspielraum der Kommunen wegen der übergeordneten Gesetze von Kanton und Bund ohnehin immer kleiner. Zum anderen könnten Politik und Verwaltungen in Grossgemeinden professionalisiert werden, was unter dem Strich jedem einzelnen Bürger zu Gute kommen würde. Sollten sich aber Grossteile der Bevölkerung aus einem diffusen Bauchgefühl heraus für das Beibehalten der alten Zöpfe entscheiden, muss der Kanton zweierlei tun: Zuerst einmal (noch grössere) Anreize für Gemeindefusionen schaffen. Und wenn das Zuckerbrot nichts nützt, darf er ruhig zur Peitsche greifen und in klaren Fällen auch mal Fusionszwang ausüben. m.imboden@bom.ch>

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