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Ein Haufen Schrott gibt Rätsel auf

Seit gestern versuchen Männer und Frauen auf dem Bülacher Sonnenhof-Platz, sechs Schrottblöcke einer Automarke zuzuordnen.

Von Kathrin Morf Bülach – Die Stadt habe wohl wieder einmal viel Geld für Kunst ausgegeben, wurde gestern auf dem Bülacher Sonnenhofplatz gemutmasst. Besser erkennt die zweijährige Luana, was die sechs aufeinandergestapelten Schrottblöcke wirklich sind – oder waren. «Autos», ruft sie ihrem Papi Michael Kämpf zu und deutet strahlend auf das Gebilde aus zerkratztem Metall, zerfleddertem Kunststoff und zersplittertem Glas. «Mit den Schrottblöcken weisen wir auf die Autoschau Bülach hin», sagt Hanspeter Frei, OK-Chef der Messe. Die sechs Blöcke stehen folglich nur bis zum Ende der Schau am 27. März auf dem Platz und geben den Passanten Rätsel auf: Wer errät, welcher Marke jeder Block in seinem Vorleben als vollwertiges Auto angehörte, nimmt an einer Auslosung teil. Dabei kann er ein knallrotes Golf GTI-Bike oder ein Sicherheitsfahrtraining des TCS gewinnen. Auf dem Sonnenhofplatz steht auch Peter Knödler vom TCS, der an der Autoschau ebenfalls einen Stand betreiben wird. Emsige Automarkenrater, die sich von Knödler Tipps erhoffen, werden enttäuscht. «Einer der blauen Klötze war ein Opel», sagt er nur. Vor Dieben fürchten sich die Aussteller nicht: Schliesslich sei jeder Block nur etwa 100 Franken wert. Egal, ob der Wagen ein Billigauto war oder ein teurer Schlitten, auf dessen Kühlerhaube ein Stern prangte. Zudem wiegt jeder Klotz über 500 Kilogramm. «Ein Dieb würde höchstens mit einem Bandscheibenvorfall belohnt», sagt Frei. Das Training erhält ein anderer Hannah Weidmann umkreist die Blöcke, entdeckt freudig eine Fiat-Gravur und ein Ford-Emblem. «Ich liebe Autos. Der Anblick des Schrotts tut mir im Herzen weh», sagt die Niederhaslerin. Ihre Kollegin Bettina Alder hofft, das Fahrtraining zu gewinnen. Den Gutschein würde sie dann jedoch ihrem Freund schenken. Der habe das nötiger. Hannah Weidmann (links) und Bettina Alder suchen Hinweise darauf, welcher Marke die Autos angehörten.Foto: Kathrin Morf

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