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Ein letztes «Goodbye» für Steve Lee

Tausende Fans haben sich am Sonntag auf der Gotthard-Passhöhe von Steve Lee verabschiedet. Der Frontmann der Band Gotthard war in den USA bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Von Gemma d’Urso (SDA) Er sei Steve Lee nie persönlich begegnet, sagte Bruder Edi, einer der beiden Kapuzinermönche, welche die Gedenkfeier beim Gotthardpass leiteten. Aber er sei mit ihm verbunden durch den Gotthard, diesen kargen, schroffen Berg, dieses Bindeglied zwischen Nord und Süd, zwischen Menschen und Kulturen, das die Kapuzinermönche als Erste eroberten. Bruder Edi und der italienischsprachige Bruder Marcello eröffneten die Zeremonie um 13 Uhr vor dem Hospiz, das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts von Kapuzinern geführt worden war. Fans aus halb Europa Die beiden Mönche riefen in Anwesenheit von Lees Lebensgefährtin Brigitte Voss-Balzarini und den Bandmitgliedern Leo, Mark, Hena, Fredy und Nicolò Stationen im Leben des Rocksängers in Erinnerung. «Steves Stimme ist von einem Moment auf den andern verstummt», sagten die Mönche, aber sie werde auf ewig verbunden sein mit Gotthard, dem Namen, den die Band in die Welt hinausgetragen habe. Auf der Passhöhe wird nächstes Jahr eine Gedenkplakette zur Erinnerung an den Sänger montiert werden. Der Aufmarsch der Fans begann schon am frühen Sonntagmorgen. Ihre Anzahl wurde auf 3000 geschätzt. Sie kamen vor allem aus der Deutschschweiz, aber auch aus dem Tessin, der Romandie, Italien, Deutschland, Österreich und aus Holland. Motorisierte Rockergruppen mit Gotthard- und Harley-Davidson-Flaggen eskortierten Familien, junge Leute und Paare mittleren Alters. Auf einer Harley wollte Lee die USA durchqueren, als er von einem Lastwagen tödlich verletzt wurde. Abschied vor dem Altar Bevor die frierenden Abdankungsgäste in eines der Restaurants oder ins Passmuseum flüchteten, stellten sie sich vor einem weissen Zelt an, um sich in die Kondolenzbücher einzutragen und vor einem mit grossen Fotos von Steve Lee versehenen Altar innezuhalten. «Auf dem Pass waren noch nie so viele Leute bei solchem Wetter», sagte der Wirt des Restaurants La Sosta. Die letzte Woche aus den USA in die Schweiz eingeflogene Urne mit der Asche des Sängers ist auf dem Friedhof von Porza ob Lugano beigesetzt worden. In dem Dorf hatte der am 5. August 1963 in Horgen geborene Sohn eines Briten und einer Schweizerin fast sein ganzes Leben verbracht. Die Kapuzinermönche Edi und Marcello leiteten die Zeremonie. Steve Lee. Fotos: Keystone

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