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Ein Waldstück mit Übungscharakter

Oberhalb von Niederweningen soll ein Biotop entstehen. Die Vorarbeiten dazu leistet das Militär.

Von Sarah Sidler Niederweningen – In verschiedenen Gemeinden des Zürcher Unterlandes sind zurzeit Angehörige der Schweizer Armee im Einsatz: In Hüttikon bauen sie eine Brücke, in Bassersdorf wird eine alte Eisenbahnbrücke abgebrochen, und in Wasterkingen wird eine Strasse ausgebessert. In Niederweningen räumt ein Katastrophenhilfsbataillon 26 Kubikmeter Holz eines gerodeten Stück Waldes. Diese Einsätze finden im Rahmen der militärischen Truppenübung «Aeroporto 10» um den Flughafen statt. «Um geeignete Objekte für diese Übungen zu finden, hat das Militär den Verband der Gemeindepräsidenten angefragt», sagt Oberst Urs Bär. Er ist zuständig für vier Schadensplätze im Zürcher Unterland. Ausgewählt wurden Objekte mit realitätsnahem Übungscharakter. 25 Angehörige der Schweizer Armee üben an der Schwimmbadstrasse in Niederweningen den Ernstfall nach einer Naturkatastrophe. Es sieht aus, wie wenn Sturm Lothar über das Waldstück gerast wäre. Es war jedoch der Niederweninger Förster Ueli Derrer, der die Vorbereitungsarbeit übernommen hat. Aufgabe der Soldaten ist es, das Holz in Stücke zu sägen, abzutransportieren und auf einen Holzstoss aufzuladen. Heute heben Soldaten mit Baumaschinenführer-Ausbildung auf dem rund 30 mal 50 Meter grossen Gelände zwei Teiche aus. Tiefe: circa ein Meter. «Im Frühling werden wir den Platz punktuell bepflanzen. Zudem richten wir dort einen Beobachtungsposten ein», sagt Koni Walder, Präsident des Natur- und Vogelschutzvereins Wehntal. Der Verein hat die Erstellung eines Biotops gemeinsam mit dem Förster der Gemeinde vorgeschlagen. Weil der Boden in diesem Waldstück sumpfig sei, würden sich die ausgehobenen Senken von selbst mit Wasser füllen. Laut der Niederweninger Gemeindepräsidentin Andrea Weber überlegt sich die Gemeinde dort eine Sitzbank hinzustellen. «Diese Übung ist kein klassischer Militärauftrag. Wir arbeiten hier mit der Gemeinde zusammen, sozusagen als Dienstleister», sagt Bär. Auch diese Zusammenarbeit müsse geübt werden. Rasch wird das gefällte Holz verladen, um auf diesem Waldstück zwei Teiche ausheben zu können. Fotos: David Baer

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