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Eine historische erste Sitzung

Der Gemeinderat der Fusionsgemeinde Messen hielt am Montag in Brunnenthal seine erste Sitzung ab. Der Rat setzt sich aus je einem Vertreter aus Balm, Oberramsern und Brunnenthal sowie deren fünf aus Messen zusammen.

Noch rund viereinhalb Monate dauert es, bis die Fusion der Gemeinden Messen, Brunnenthal, Oberramsern und Balm am 1. Januar 2010 in Kraft tritt. Zwar sind die Gemeinderäte und -präsidenten der einzelnen Gemeinden noch in Amt und Würden, nichtsdestotrotz hat der neue Gemeinderat der Fusionsgemeinde am Montag offiziell seine Arbeit aufgenommen. So durfte denn Gemeindepräsidentin Marianne Meister in ihrem Eröffnungsvotum füglich von einer «historischen ersten Gemeinderatssitzung» sprechen. Der Gemeinderat setzt sich aus den fünf Messenern Marianne Meister, Gabriela Apfl, Rolf Siegenthaler, Adrian Schluep und Jakob Spielmann zusammen, sowie den Vertretern der «Aussengemeinden» Adrian Schär (Brunnenthal), Bernhard Jöhr (Oberramsern) und Urs Thomet (Balm). Teilgenommen an der ersten Sitzung, die im Saal des «Dorfbeizili» in Brunnenthal stattfand, haben auch sämtliche Ersatzgemeinderäte. Als Gäste waren zudem Finanzverwalter Géo Voumard und die Verwaltungsangestellte Lore Däppen geladen.Vertrauen verdienenEs sei ihr grosser Wunsch, so Marianne Meister, «dass wir als Behörde zu einem Team zusammenwachsen und gemeinsam an den Erfolg glauben. Und wir haben uns stets vor Augen zu halten, dass wir uns das Vertrauen der Bevölkerung zuerst verdienen müssen.»Die wesentlichen Arbeiten für die Fusion wurden bis jetzt von der Projektgruppe «Chance Limpachtal» unter dem Vorsitz von Bernhard Jöhr koordiniert. Diese Aufgabe übernimmt nun der neue Gemeinderat. Jöhr informierte über den aktuellen Stand der laufenden Teilprojekte und über die Arbeiten, die noch zu erledigen sind. Welche komplexen Aufgaben eine Gemeindefusion mit sich bringt, zeigt sich etwa darin, dass man sich bis Ende der Legislaturperiode im Jahr 2013 Zeit gibt, sämtliche Gebührenordnungen der vier Gemeinden zu vereinheitlichen. Anderes hingegen verträgt keinen Aufschub. Alle Versicherungen der einzelnen Gemeinden müssen bis zum 1. Januar 2010 konsolidiert sein.Schlanke VerwaltungEine Arbeit, die ebenfalls bis zum Neujahr abgeschlossen sein muss, ist die Zusammenführung der vier Gemeindearchive. Der Gemeinderat beauftragte damit eine Spezialfirma und bewilligte dafür einstimmig und praktisch diskussionslos einen Kredit von 42550 Franken. Diese Firma wird die bisherigen vier Gemeindearchive sichten, Aufbewahrungswürdiges von Unnötigem trennen und auch das Zusammenführen der einzelnen Akten vornehmen. Um die fusionsbedingten Arbeiten auf der Verwaltung fristgerecht erledigen zu können, bewilligte der Gemeinderat auf den 1. September eine 10-Prozent-Stelle und wählte dafür die bisherige Brunnenthaler Gemeindeschreiberin Edith Friederich. Auf den 1.Januar wird diese Stelle zudem um weitere 10 Prozent aufgestockt werden. Marianne Meister versicherte aber, dass diese Erhöhung nicht der Auftakt einer schleichenden Aufstockung sei. «Wir wollen schliesslich die Verwaltung nicht aufblasen», erklärte sie. Weiterhin über eine schlanke Gemeindeverwaltung zu verfügen, sei überdies eines der Fusionsziele. Wie in vielen anderen Gemeinden auch, gab die Arbeitsvergabe für den neuen Webauftritt etwas mehr zu reden. Bei zwei Enthaltungen bewilligte der Gemeinderat jedoch den Antrag der damit betrauten Arbeitsgruppe. Dieser sieht vor, die bestehende Website bis spätestens am 1. Januar zu überarbeiten. Die einmaligen Kosten belaufen sich dafür auf 9630 Franken. Es wird zudem mit jährlichen Folgekosten von knapp 2000 Franken gerechnet.Wiederum einstimmig genehmigte der Rat einen Betrag von knapp 3000 Franken für den Moonliner Bucheggberg, der 2010 für zwei Jahre seinen Versuchsbetrieb aufnehmen soll.Daniel Rohrbach>

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