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Eine Mission in der Ferne

Das «Opfiker Neujahrsblatt» erzählt die Geschichten von Einheimischen, die ihr Glück im Ausland suchten.

Von Olav Brunner Opfikon – Simone Mendelin ist in Opfikon aufgewachsen und lebt seit fünf Jahren mit ihrem Lebenspartner in Lappland. Dort bauten die beiden eine Huskyfarm mit Gästehäusern auf. «Ich bin mit wenigen Erwartungen nach Schweden gekommen. Wir sind Realisten, und für uns war immer klar, dass wir beim Aufbau einer eigenen Unternehmung nichts geschenkt bekommen», sagt sie. Simone Mendelin ist eine von sechs ausgewanderten Opfikern, die im «Neujahrsblatt 2012» Einblick in ihr Leben in der Fremde geben. Tabea Roth lebt seit vier Jahren im Sudan. Sie fühlte sich berufen, dort in der Poliklinik Abu Rof ihr Wissen und Können als Krankenschwester für hilfsbedürftige Menschen einzusetzen. Heute ist sie glücklich, für Arme und Kranke zu arbeiten. Daniel Elber verliess vor acht Jahren Opfikon und die Schweiz, um auf Bali gemeinnützige Arbeit zu leisten. Nach einer Karriere im Finanzbereich hilft er mit, in elf balinesischen Dörfern eine Wasserversorgung aufzubauen. Schon seit 22 Jahren lebt Mike Wiederkehr in den USA. In Dallas, im Bundesstaat Texas, arbeitete er nach einer Spezialarztausbildung am University Medical Center. In Australien forscht Marianne Horak-Känel als Wissenschaftlerin nach Schmetterlingen und Motten und publiziert in Fachbüchern. Sie glaubt, dass die australische Hauptstadt Canberra mehr von Opfikon lernen könnte als umgekehrt. Der Glattbrugger Hans Eberle schliesslich ist seit bald 20 Jahren im amerikanischen Silicon Valley in der industriellen Computerforschung tätig. Er erfüllte sich damit einen Kindheitstraum. Als Kontrast zu den Geschichten der Auswanderer gibt Platon Tatalias Einblick in sein Leben als Einwanderer. Vor 35 Jahren reiste der Grieche in die Schweiz ein und arbeitet seither an der Entwicklung von Satelliten- und Raketenteilen. Er schätzt hier das gute Bildungswesen und die Ordnung, rät aber zu mehr Lebensfreude und Gelassenheit. In Anspielung auf den hohen Ausländeranteil von über 40 Prozent stellte Stadtpräsident Paul Remund (FDP) an der Präsentation des «Neujahrblatts» im Dorfträff nüchtern fest, dass Opfikon eher von Zu- als von Auswanderung betroffen sei. Das «Neujahrsblatt» liegt im Stadthaus auf.

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