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Einsprache gegen Sammelstelle

Mit der zweiten unterirdischen Sammelstelle in

«Ziel ist, in diesem Herbst die unterirdische Sammelstelle in Allmendingen zu bauen», sagt Daniel Rychener, stellvertretender Stadtingenieur. Das Problem: Laut Stephan Zingg, stellvertretender Regierungsstatthalter von Thun, wurde gegen das Vorhaben eine Einsprache eingereicht. «Offenbar sollen bisher die Betriebszeiten nicht eingehalten worden sein», zitiert Zingg den Einsprecher. «Der Einsprecher fordert künftig eine Absperrung ausserhalb der Betriebszeiten.» Nun werde abgeklärt, ob eine Einigungsverhandlung stattfinde.Mit der zweiten Unterflur- Sammelstelle in Thun treibt die Stadt die Umrüstung ihrer Wertstoffsammelstellen voran. Wo sich heute der blaue Container für Altglas, Aluminium und Blech befindet – vis-à-vis der Kirche Allmendingen –, sollen bald sechs schlanke Einwurfstellen das Leergut schlucken: Vier Glascontainer, einer für Aluminium und Weissblech sowie ein Reservecontainer, sollen bis knapp drei Meter im Boden versenkt werden. Geplant ist, die Container drei Mal im Monat von der Avag entleeren zu lassen. Mit der Grundstückbesitzerin, der Energie Thun AG, wurde für die Nutzung eine Vereinbarung getroffen. «Die meisten anderen Sammelstellen sind auf dem Boden der Stadt Thun», betont Daniel Rychener.Effizienteres SystemIm Jahr 2007 fielen 54 Tonnen Altglas und 2,8 Tonnen Aluminium und Blech bei der Sammelstelle in Allmendingen an. Diese Zahlen wurden durch eine Erhebung des Tiefbauamts Thun im Jahr 2007 ermittelt. Die Erhebung dient als Grundlage für die Umrüstung in Thun. Erste Erfahrungen wurden mit dem Pilotprojekt bei der Migros Dürrenast gewonnen.Das Ziel der Stadt ist es, ihr Abfallsystem umzurüsten und damit das Erscheinungsbild zu vereinheitlichen. «Das Entleeren der neuen unterirdischen und oberirdischen Container ist effizienter. Wir können Transportwege sparen und handeln damit wirtschaftlicher und ökologischer», zählt Rolf Bolz, Abfall- und Kompostberater beim Tiefbauamt, die Vorteile auf. Dafür hat die Stadt einen Kredit von 1,35 Millionen Franken bewilligt. Die Ausgaben werden über die Gebühren für Abfallentsorgung finanziert. «Neue Hauskehrichtsammelstellen, wie jene der künftigen Selve-Überbauung, werden von der Bauherrschaft bezahlt», erklärt Rychener. Dritte Anlage im SeefeldNoch in diesem Jahr soll es eine weitere unterirdische Sammelstelle in Thun geben. So an der Äusseren Ringstrasse im Seefeld. Die Erhebung aus dem Jahr 2007 zeigt: An diesem Ort wurden 2007 37 Tonnen Altglas und 1,5 Tonnen Aluminium und Blech entleert. Erstmals werden zwei Container für Kehricht und zwei Behälter für Altpapier in die Sammelstelle eingebaut – neben vier Altglas- und einem Container für Aluminium und Blech. «Im Gegensatz zu den Gemeinden Steffisburg, Uetendorf und Heimberg, die ebenfalls umrüsten, gibt es dieses erweiterte Konzept nur in Thun», hält Rychener fest. Und Rolf Bolz ergänzt: «Aus Platzgründen sind Behälter für Karton nicht möglich.» Die Entsorgung wird zweigleisig betrieben: Während bei den Wertstoffen die Avag zuständig ist, kümmert sich das Tiefbauamt um Kehricht und Altpapier. Dafür wird demnächst ein Kranfahrzeug angeschafft.Weitere Projekte 2010Daniel Rychener gibt die Marschtabelle bekannt: «Es ist geplant, dass nächstes Jahr fünf weitere Unterflursammelstellen folgen.» Diese sollen an den Standorten Bostuden/Schärmenhof, Bälliz/Waisenhausplatz, Schönau/Coop Mattenstrasse, Feldstrasse/Coop Strättligmarkt und Seeallmend/Parkplatz gebaut werden.Pascal Kupper>

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