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Eltern sollen künftig mehr für Krippe bezahlen

Die familienergänzende Betreuung in Uster ist ein finanzielles Fass ohne Boden.

Von Christian Brütsch Uster – Die schulergänzenden Tagesstrukturen der Stadt Uster sind innerhalb von zwei Jahren um 50 Prozent gewachsen. Die Beiträge der Eltern decken 43 Prozent der Kosten. 57 Prozent werden von der Stadt getragen und müssen der Steuerkasse entnommen werden. Diese Kosten in den Griff zu bekommen, ist ein schwieriges Unterfangen. Die FDP/JFU/CVP-Fraktion des Gemeinderates startet nun einen Versuch. Dafür lancieren sie eine Leistungsmotion. Ein politischer Vorstoss, der direkt ins Globalbudget der Stadt eingreift. Mit dem Budget 2012 soll der Stadtrat und die Primarschule zu Fragen Stellung beziehen, um für die finanzielle Zukunft gerüstet zu sein. Unter anderem muss mit einem höheren Kostendeckungsgrad gerechnet werden. «Heute werden die Kosten zwischen Stadt und Eltern aufgeteilt, indem Eltern vermögens- und einkommensabhängig subventioniert werden», schreibt Motionärin und Gemeinderätin Petra Bättig. Der Kostendeckungsgrad von 43 Prozent ist ihr zu wenig. Jetzt sollen die Auswirkungen berechnet werden, wenn dieser auf 50, 60 oder gar 70 Prozent gesteigert würde. Eine solche Anpassung würde eine markante Erhöhung der Elternbeiträge zur Folge haben. Dies wiederum könnte dazu führen, dass privaten Angeboten Vorschub geleistet würde, mutmassen die Motionäre.Weiter wollen sie diejenigen stärker zur Kasse bitten, die «ihre Kinder nur betreuen lassen, um etwas freie Zeit für sich zu gewinnen». Für diese Gruppe sollen die Subventionen gänzlich gestrichen werden. Bessere Organisation Weiteres Sparpotenzial ortet die Fraktion bei der innerstädtischen Organisation. Es soll abgeklärt werden, ob die Zusammenfassung in eine Abteilung sinnvoll ist. Derzeit ist die Abteilung Soziales für die Organisation der familienergänzenden Betreuung von Kindern im Vorschulalter und einzelne Horte zuständig. Für die Tagesstrukturen ist die Abteilung Bildung verantwortlich. Da sich eine stetige Kostensteigerung abzeichnet, rechnet die FDP/JFU/CVP-Fraktion mit einer Abstimmung für Zusatzkredite alle drei Jahre. Um diese nicht mehr durchführen zu müssen – und Kosten zu sparen notabene – müssten gesetzliche Anpassungen vorgenommen werden, die ebenfalls abzuklären sind. Trotz dem manifestierten Sparwillen wollen die Motionäre, dass die zur Verfügung stehenden Steuergelder und die Beiträge der Eltern massvoll und wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden.

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