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ERINNERUNGEN AN DIE USTER-OETWIL-BAHN (SCHLUSS)

Spezialbillette für die Katholiken

Walter Suremann aus Uster blickt zurück: «So etwa im Alter von fünf Jahren hatte ich zusammen mit meinem Freund die Idee, wir könnten doch meinem Grosi in Mönchaltorf einen Besuch abstatten. Aber wie finden wir den Weg zu ihr ohne die Hilfe von Erwachsenen und auf eigene Faust? Wir hatten ja nur unsere dreirädrigen Kindervelos zur Verfügung, und unsere Eltern durften von unserer Reise nicht wissen. Da kam uns der Gedanke, dass ja die Uster-Oetwil-Bahn nach Mönchaltorf verkehrte und wir also nichts anderes zu tun brauchten, als den Gleisen zu folgen. Wir fuhren zum Bahnhof Uster, stellten die Vorderräder unserer Dreiräder in die Gleise und trampten zum südlichen Ortsausgang in Richtung Riedikon-Kies-Haldengut-Mönchaltorf. Da das Trämli ja nicht häufig verkehrte, verliessen wir beim Zusammentreffen kurz das Gleis, um nachher wieder in die Rille zurückzukehren. Wir hatten natürlich keine Ahnung von der Länge der Strecke und so war es bald klar, dass wir erst nach Einbruch der Dunkelheit an unserem Ziel ankamen würden. Es herrschte natürlich zu unserem Erstaunen eine grosse Aufregung beim Grosi, und sofort wurden unsere Eltern per Telefon informiert, und mein Vater holte uns und die Dreiräder mit seinem Fahrrad und dem Veloanhänger noch in dieser Nacht nach Uster zurück.» * Martin Schweizer aus Ebmatingen ist Autor des Buches «Elektrische Strassenbahn Uster-Oetwil». Sein Werk wird voraussichtlich Ende November im Prellbock-Verlag erscheinen. www.prellbock.ch

Ein voll besetzter Wagen verlässt Uster in Richtung Riedikon.

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