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Es geht fast zu schnell aufwärts

«Inside Bahnhofstrasse» François Bloch Aktienhandel per iPhone und iPad wird in den USA immer mehr zum Standard für den gewieften Privatanleger. Nun setzt die UBS zum technologischen Quantensprung an und bietet per iPhone die massgeschneiderte Herstellung von strukturierten Produkten über eine App an. Mit dem Wunderprodukt EQY Investor können Schweizer UBS-Kunden selbst ihr eigenes Anlageprodukt konzipieren und die Risikoparameter bestimmen. * Noch immer ist UBS-Chef Sergio Ermotti nicht von allen seinen externen VR-Mandaten zurückgetreten. Ab dem 30. Januar 2012 fliegt nun zweimal täglich Darwin Airlines – mit Ermotti als VR-Präsident – für den absoluten Tiefstpreis von 99 Franken inklusive aller Taxen von Zürich-Kloten nach Genua. Dort kann man auf den Spuren von Christoph Kolumbus wandeln und die grösste Altstadt Europas besichtigen. Ob sich für die Airline damit auch Geld verdienen lässt wie dringend erhofft, bleibt allerdings abzuwarten. * Schneller als erwartet hat die Oerlikon-Aktie mein Kursziel erreicht, und nun wird mit ausländischer Unterstützung die Marke von 6 Franken anvisiert. Dies geht mir alles ein bisschen zu schnell. Verschreiben Sie Ihre Positionen mit einem gedeckten Call auf Basis 5.80 Franken mit Termin März 2012: Eine Prämie von knapp 7 Prozent winkt auf diese kurze Zeit. Die kann im Falle eines Kursrutsches nach unten einen Teil der möglichen Verluste abdecken. * 180 Franken sind mittlerweile erreicht bei Bucher Industries. Innert einer Woche wurde auch dieses sehr ambitiöse Kursziel beim Landmaschinenhersteller erreicht. Jetzt allerdings heisst es endgültig Abschied nehmen: Fundamental ist der Weltmarktführer zu hoch bewertet. * Mit der Präzision einer schweizerischen Zahnradbahn erklimmt die Zürich-Versicherung neue Höchststände: Bald ist die Kursobergrenze von 228 Franken erreicht. CEO Martin Senn begeistert intern mit seinem kollegialen Führungsstil, ohne dabei dem Unternehmen unerreichbare Zielvorgaben zu verpassen. Doppelte Freude herrscht bei den ausländischen Grossinvestoren, die mit gedeckten Call-Optionen schöne Gewinne einkassieren. Steigen Sie weiterhin nicht aus! * Der australische Dollar erklimmt gegenüber der europäischen Einheitswährung im Wochentakt neue Höchstwerte. Die im Herbst 2011 vorgestellte Währungswette auf einen starken US-Dollar gegenüber dem Euro hat sich ebenfalls als Volltreffer erwiesen. Insbesondere freie Vermögensverwalter aus dem Genfer Raum haben damit riesige Gewinne gemacht. Griechenland wird in Europa weiterhin nur für Verdruss sorgen: Die Gewerkschaften beharren auf dem 14. Monatslohn, und das wird mit der Euro-Troika für richtigen Zoff sorgen. Mein Fazit: Der Euro wird sich weiterhin nicht erholen. Als neustes Spielzeug der Hedgefonds aus London wird auf einen stärkeren Yen gegenüber dem Euro gesetzt, Siegeschance: 90 Prozent. François Bloch ist Privatebanker und Managing Director mehrerer Fonds. Die Kolumne gibt seine Meinung wieder. Wer die Tipps umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Der «Tages-Anzeiger» übernimmt keine Verantwortung für allfällige Verluste. Unser Experte hat sich verpflichtet, in keinem der besprochenen Titel aktiv zu sein. Er beantwortet Leserfragen auf bahnhofstrasse@tagesanzeiger.ch.

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