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«Es geht um Machterhalt und Geldvermehrung»

Korruption Die Fifa greift ein bisschen durch, «Tages-Anzeiger» vom 21. Oktober Ein bisschen lächerlich. Über den heutigen Aufmachertitel «Fifa greift ein bisschen durch» habe ich ein bisschen gelacht. Warum fiel mir nur das Sprichwort ein: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken? Kurt Wolf, Urdorf Die Faust im Sack. Der Titel könnte besser nicht passen. Die Fifa und ihr sturer Präsident sind ja wahrlich nicht dafür bekannt, transparent und imagefördernd aufzutreten. Ihre halbherzigen internen Untersuchungen sind bisher immer im Sande verlaufen, und so wird es auch dieses Mal sein. Dies sind in der Tat «traurige Tage für den Fussball», wie Sepp Blatter gesagt hat. Im Sportteil wird er dann auch noch mit «Vertrauen Sie uns» zitiert. Was für ein Hohn. Wie will man einem Menschen und einer Organisation vertrauen, in deren System es nur um Machterhalt und Geldvermehrung geht. Herr Blatter selbst hat ja die Vetternwirtschaft zur Perfektion getrieben, vor allem wenn es um seine Wiederwahl ging. Auch seine Aussage, die Fifa sei eine «wohl anerkannte Institution», löst nur Kopfschütteln aus. Als nationaler Fussballverband würde ich meine Geldquelle auch nicht vor den Kopf stossen und lieber die Faust im Sack machen. Und für die Sponsoren der Fussball-WM ist diese Veranstaltung längst nur noch knallhartes Geschäft. Das Resultat davon sind Stadien ohne Stimmung und mit vielen leeren Sitzen. Fazit: die Fifa ist nichts anderes als eine gewinnmaximierende Gesellschaft, welche sich der gängigen Methoden der freien Marktwirtschaft bedient. Es ist deshalb unverständlich, dass sie immer noch als Verein durchgeht und keine Steuern bezahlen muss. Die ständige Drohung, im Falle einer Besteuerung werde man von Zürich wegziehen, ist eine bodenlose Frechheit. Auf die Präsenz von Herrn Blatter und auf das «saubere Image» der Fifa können wir gerne verzichten. Bruno Glielmi, Unterengstringen «Die internenUntersuchungen sind bisherimmer im Sandeverlaufen.» Sepp Blatter nahm gestern zu den Bestechungsvorwürfen gegen Exekutiv-Mitglieder der Fifa Stellung. Foto: Reuters

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