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«Es hätte eine abfedernde Matte um den Baum gehört»

Unfall im Pfingstlager Mädchen prallte ungebremst in Baum, TA vom 14. Juni Mitgefühl für der Familie. Wenn man darüber nachdenkt, dass ein kleines achtjähriges Mädchen fröhlich eine Seilbahn hinunterfährt und kurz darauf ungesichert an den Baum kracht und danach schwer verletzt ins Spital geflogen wird, in dem es dann an seinen schweren Kopfverletzungen stirbt, dann kann man nicht mehr froh werden. Es ist wirklich ein Drama unserer Zeit, dass viele auch noch so seriös und pflichtbewusst wirkende Menschen Gefahren nicht mehr sehen. Das erlebt man ja schon tagtäglich im Strassenverkehr. Wenn man sieht, was da im Cevi-Lager zusammengepfuscht wurde, weil man einfach nicht in der Lage war, sich vorzustellen, was passieren könnte, dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Bei solch einer steilen Abfahrt hätte als allerletzte Sicherheitsmassnahme eine abfedernde Matte um den Baum gehört, von den anderen Sicherheitsmassnahmen ganz zu schweigen. Da waren Versager am Werk, denen man keine Kinder mehr in Obhut geben sollte. Dennoch sollte man nicht nur tiefes Mitgefühl für die leidgeprüfte Familie empfinden, sondern auch Mitleid mit den Verantwortlichen, die diese Last ihr Leben lang tragen müssen. Dieter Rössler, Wettingen Seil war viel zu straff gespannt. Die Bilder des Unfalls zeigten den Grund des Unfalls: Das steile Seil ist viel zu straff gespannt, was zu einem enormen Tempo führt; der Durchhängesack vor dem Baum fehlt, der hätte das Tempo gebremst. Es muss sich wohl um ein statisches Seil handeln mit einer Dehnung von zwei Prozent, die mit kraftvoller Spannung übergangen werden kann. Offenbar fehlte es am Vorstellungsvermögen, was eine solche Konstruktion bewirken kann. René Scherrer, Hettlingen «Es ist ein Drama unserer Zeit, dass viele, auch seriöswirkende Menschen Gefahren nichtmehr sehen.» Hasen und Kerzen am Unfallort erinnern an das Unglück. Foto: Stefan Hohler

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