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Ex-Herrliberger ermöglichen Landkauf

Dass die Gemeinde auf dem freien Immobilienmarkt mithalten kann, verdankt sie den Verkäufern der Vogteiwiese, die Herrliberg seit der Kindheit verbunden sind.

Von Nadja Belviso Herrliberg – Eine solche Gelegenheit komme in den nächsten 20 Jahren nicht mehr, betont der Herrliberger Liegenschaftsvorstand Ernst Frei (SVP). Das Grundstück unterhalb der Vogtei, das der Gemeinderat für 38 Millionen Franken kaufen möchte (TA von gestern), sei das grösste zusammenhängende Stück Land, das bereits erschlossen sei. Bis wieder etwas Vergleichbares eingezont werde, könne es mehrere Jahrzehnte dauern, sagt Frei. Dass die Gemeinde diesen Schatz kaufen kann, wenn die Stimmbürger am 28. November ein Ja in die Urne legen, ist nicht selbstverständlich. Auf dem freien Immobilienmarkt können Goldküstengemeinden in der Regel nicht mithalten. Bereits in der Vergangenheit versuchte der Gemeinderat Grundstücke im Zentrum zu kaufen, konnte dann aber mit den anderen Bietern nicht mithalten, ohne als Preistreiber dazustehen. 3000 Franken für den Quadratmeter waren damals die Limite. Für die Wiese bei der Vogtei ist die Gemeinde nun bereit, 3700 Franken pro Quadratmeter zu bezahlen. Wird der Gemeinderat nun doch zum Preistreiber? «Keineswegs», versichert Frei. Dieses Land habe eine deutlich höhere Ausnützung und sei daher entsprechend mehr wert. Dass dieser Landverkauf bei einem Ja des Stimmvolks einer der ganz seltenen Fälle wird, in dem eine Gemeinde den Zuschlag bekommt, ist aber nicht nur eine Frage des Preises. Andere boten gleich viel Der freie Markt habe durchaus gespielt, erklärt Frei. Die Summe von 38 Millionen Franken entspricht dem Höchstgebot anderer Bieter. Dass die Gemeinde den Zuschlag bekommen hat, obwohl der Handel mit einem anderen Käufer einfacher und schneller abzuwickeln gewesen wäre, ist der Erbengemeinschaft zu verdanken. «Die drei Geschwister wohnten ein paar Jahre lang in Herrliberg und haben auch heute noch Verwandte hier», erklärt Gemeindepräsident Walter Wittmer (Gemeindeverein) die Verbundenheit der Erbengemeinschaft mit dem Dorf. Die Geschwister erbten das Grundstück von ihrer Mutter, die vor zwei Jahren starb. Zunächst hätten sie es behalten wollen, sagt Wittmer. Da die drei jedoch im Ausland lebten, sei es für sie schwierig gewesen, das Grundstück zu verwalten. Deshalb hätten sie sich zum Verkauf entschieden.

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