Zum Hauptinhalt springen

Fahrverbot im Zentrum

Vier Schrauben und 150 Franken – mehr brauche es nicht, um ihr geplagtes Quartier im Bassersdorfer Zentrum vom Durchgangsverkehr zu befreien, sagen Anwohner. Das letzte Wort hat der Kanton.

Von Karin Wenger Bassersdorf – Das Bassersdorfer Zentrum ist vom Verkehr arg belastet. Vor allem zu den Stosszeiten wälzen sich Blechlawinen durchs Dorf. Die unbefriedigende Verkehrssituation wird sich noch verschärfen, wenn Anfang nächsten Jahres mit der Sanierung des Kreisels begonnen wird. Es ist mit Schleichverkehr in den Quartieren zu rechnen. Doch das wollen sich die Anwohner des Quartiers nordöstlich des Kreisels nicht bieten lassen. Sie haben deshalb eine Petition lanciert: In ihrem Quartier sollen ein Fahrverbot mit dem Zusatz «ausgenommen Zubringerdienst» und eine Tempo-30-Zone realisiert werden. Innert vier Wochen kamen 1059 Unterschriften zusammen, welche die Petenten am Mittwoch dem zuständigen Gemeinderat Christian Pfaller überbrachten.Das Komitee hatte sich im Januar im Anschluss an eine Veranstaltung des kantonalen Tiefbauamts gebildet. Damals wurde über verschiedene Strassenbauprojekte im Raum Bassersdorf orientiert. «Die vom Kanton vorgesehene grossräumige Umfahrung via Baltenswil, Tagelswangen und Lindau nach Nürensdorf lädt ein, unser Quartier als direkte Verbindungsroute zu missbrauchen», sagte Romina Riesen vom Initiativkomitee. Gerade während der Hauptverkehrszeiten seien auch sehr viele Schulkinder unterwegs. Ihre Sicherheit sei so nicht mehr gewährleistet. Die Einführung der blauen Zone im Jahr 2002 ohne eine Temporeduktion habe die Situation nicht verbessert, so Riesen. Das Quartier Bassersdorf Nord-Ost biete ideale Voraussetzungen für das Vorhaben, da es nur vier Zufahrtspforten gebe. Drei davon seien bereits mit Halterungen ausgerüstet. «Es braucht also gerade mal vier Schrauben und 150 Franken pro Tafel und entsprechende Kontrollen.» Mit diesen Worten überreichte Romina Riesen die Unterschriftenbögen. Druckmittel gegen den Kanton «Sichere Quartiere sind auch uns wichtig», sagte Gemeinderat Christian Pfaller. Die Behörde werde die Petition gerne prüfen. Ob im Quartier eine Tempo-30-Zone mit Fahrverbot realisiert werden kann, wird letztlich der Kanton entscheiden. Denn dieser ist für die Verkehrssicherheit zuständig. «Mit der Petition wollen wir den Gemeinderat auch gegenüber dem Kanton unterstützen», so Riesen. Der Wunsch nach einer Verbesserung der Verkehrssituation ist in Bassersdorf nicht neu. Vor über 30 Jahren forderte die Bevölkerung verkehrsberuhigende Massnahmen. Weitere Vorstösse folgten. Sie scheiterten unter anderem an den Kosten für die vom Kanton verlangten baulichen Massnahmen. Diese Vorgaben sind inzwischen gelockert worden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch