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FDP Uetikon macht sich Sorgen

Weil nur noch wenige Bürger Lokalblätter lesen, soll der Gemeinderat die Kommunikation überdenken.

Von Lorenzo Petrò Uetikon – Die Nachricht, dass die Lokalteile von «Zürichsee-Zeitung» und «Tages-Anzeiger» ab dem kommenden Jahr aus derselben Redaktion stammen werden, hat die Uetiker FDP aufgeschreckt. Die Tamedia AG – seit April im Besitz beider Blätter – hatte dies Anfang letzter Woche kommuniziert. Nun macht sich die Ortspartei Sorgen um die Information der Bürger in der Gemeinde. «Bereits jetzt haben nur vier von zehn Haushaltungen unser Amtsblatt, die ‹Zürichsee-Zeitung›, abonniert», schreibt FDP-Präsidentin Ruth Rump. Nach der Sparmassnahme seitens Tamedia sei mit einem erneuten Leserrückgang zu rechnen. Sie fordert den Gemeinderat auf, Alternativen zu prüfen – zugunsten möglichst aller Haushalte. Die FDP fragt, ob ein Ausbau des vierteljährlich erscheinenden «Uetiker Blickpunkts» möglich wäre, ob die amtlichen Mitteilungen sowie Informationen aus der Schule darin integriert werden könnten und welche Informationen künftig auf elektronischem Weg kommuniziert werden könnten. Küsnacht als Vorbild Solche Gedanken hat sich mindestens eine Exekutive am See bereits gemacht: In Küsnacht will der Gemeinderat wegen der Verunsicherung über die Zukunft der althergebrachten Printmedien den Schritt in die publizistische Unabhängigkeit wagen: Bereits gibt es eine Nullnummer der «Küsnachter Woche», einer Zeitung im Tabloid-Format, die künftig wöchentlich in alle Haushalte der Gemeinde gestreut werden soll. Der Uetiker Gemeindepräsident Urs Mettler (parteilos) hat vom Schreiben Kenntnis genommen, will im Moment zum Thema jedoch nicht mehr sagen, «als dass wir den Brief natürlich im Gemeinderat diskutieren werden». Auch werde die FDP eine Antwort erhalten.

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