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Festival der Fehler

Klotens Rumpfteam unterlag dem EVZ 1:2 &endash beide Mannschaften haben eine Pause dringend nötig.

Von Philipp Muschg, Zug Die zweite Saisonbegegnung von Zug und Kloten war vieles nicht. Sie war kein Spitzenkampf, wie die Affiche verhiess. Sie war nicht das Aufeinandertreffen der beiden torgefährlichsten Mannschaften der Liga, wie das die Tabelle behauptete. Und sie resultierte ganz sicher nicht in einem rauschenden Eishockeyfest, wie das viele der fast 7000 Zuschauer vielleicht erwartet hatten. 2:1 endete folgerichtig ein Spiel, das vor allem eines zeigte: Die Meisterschaftspause ab morgen kommt für die Flyers wie für den EVZ keinen Tag zu früh. Die Höhepunkte der Partie sind schnell erzählt: Da war ein Klotener Boxplay im Startdrittel, in dem das Forechecking der Flyers dreimal in der gegnerischen Zone den Puck eroberte. Da war ein Pfostenschuss Santalas im Mitteldrittel, der erst nach Konsultation der Videobilder als solcher entlarvt wurde. Und da waren die drei tatsächlichen Tore: Polaks 1:0 im Powerplay (47.) sowie die postwendende Zuger Antwort durch Holden (49.) und Metropolit (52.). Freunde des Ringkampfs schätzten wohl auch die Kurzeinlage zwischen Holden und Flyers-Captain Stancescu (45.) sowie die zahlreichen weiteren Scharmützel im Schhlussdrittel. Eldebrinks stiller Abgang Ansonsten gab es Unkonzentriertheiten, Fehlzuspiele und Missverständnisse zu bestaunen von zwei Teams, die offensiv eigentlich zur Elite des Landes gehören. Der erste Zuger Block um Holden und Brunner leistete sich eine Unzal Fehlzuspiele, Metropolit gelang bis zum Siegtreffer in doppelter Überzahl gar nichts. Die verletzungsgeplagten Klotener kämpften wenigstens aufopferungsvoll, mussten sich vor und nach dem Spiel aber mehrfach an neue Linienkollegen gewöhnen &endash dazu gleich mehr. Während sich Zugs Coach Doug Shedden über die drei Punkte freute und darüber, die Flyers in der Tabelle wieder überholt zu haben, war die Befindlichkeit bei den Flyers eine ganz andere. Trainer Anders Eldebrink tat, was er sonst nie tut: kommentarlos aus der Halle stürmen. Es wahr wohl besser so, denn die wenigen Worte, die er nach Spielschluss noch über die Lippen brachte, waren Kraftausdrücke. Zu viel war an diesem Abend zusammengekommen: die Niederlage; das Mitteldrittel mit der 20:8-Schussbilanz für die Flyers; die Leistung des einstigen DEL-Verteidigers und heutigen Schiesdrichters Brüggemann, der die Gäste gewiss nicht bevorteilte; sowie der Ausfall von Kellenberger, der sich im Startdrittel eine möglicherweise schwere Schulterverletzung zuzog und ins Spital gebracht werden musste. Sieben Stammspieler umfasst damit das Klotener Lazarett, dazu kam die kurzfristige Abwesenheit von Bieber, der sich am Morgen eine Blockierung der Lendenwirbel zuzog, die auch einen Einsatz heute gegen Biel verunmöglichen dürfte. Kaum ein Team hat die zehntägige Nationalmannschaftspause so nötig wie die Flyers, die mit dem 1:2 erst zum zweiten Mal diese Saison zwei Spiele in Folge verloren.

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