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Flughafen Behördeninitiative «Keine Neu- und Ausbauten von Pisten», Kantonale Abstimmung vom 27. 11.

Flughafen Behördeninitiative «Keine Neu- und Ausbauten von Pisten», Kantonale Abstimmung vom 27. 11. Genügend Wachstumspotenzial. Das Datum der Abstimmung zur Pistenverlängerung am Flughafen Kloten rückt näher. Man merkt es unter anderem daran, dass sich in den Zeitungen ganzseitige Interviews mit den Flughafenverantwortlichen und Beilagen zu den Tageszeitungen über den «Flughafen als Tor der Welt» häufen. Zwar werden keine Abstimmungsparolen propagiert, aber mit vielseitiger Information über das tolle internationale Leben am Flughafen und mit viel Nostalgie wird der Flughafen als Objekt dargestellt, das selbstverständlich mit 2,4 Milliarden Franken notwendigerweise ausgebaut werden müsse. Die Interessengemeinschaften rund um den Flughafen, die einer Pistenverlängerung kritisch gegenüberstehen, können nur vom Geldsegen träumen, der da zur Verfügung steht. Aber sie vertrauen darauf, dass Geschäftsleute, die zwingend auf gute Flugverbindungen in die ganze Welt angewiesen sind, und auch Gelegenheitsflieger Folgendes zur Kenntnis nehmen: Das bestehende Pistensystem lässt gut 350 000 Flüge pro Jahr zu und hat somit mit derzeit 270 000 Flugbewegungen ein grosszügiges Wachstumspotenzial. Darüber hinaus sollten alle Stimmberechtigten, die vom Flugverkehr nicht direkt betroffen sind, auch an Rümlang denken und an die Folgen, die sich bei einer Pistenverlängerung für diese Gemeinde ergeben. Es muss ja nicht immer weit über das Notwendige hinaus gebaut werden! Edwin Bliggenstorfer, Rümlang Erhaltung des Wohlstands. Unvorstellbar, in welch bescheidenen Verhältnissen wir leben müssten, wenn die Entwicklung des Flugplatzes vor fünfzig Jahren stehen geblieben wäre. Im Kanton Zürich und in der Schweiz gäbe es weniger Arbeitsplätze, weniger Verdienst, weniger Wohlfahrt. Wir sind ein Export- und Tourismusland. Ohne laufende Entwicklung der internationalen Anbindung über den Luftverkehr geht das nicht. Jeder dritte Tourist gelangt auf dem Luftweg in die Schweiz. Wertmässig jeder dritte Franken im Export verlässt unser Land als Luftfrachtgut. Dennoch macht der Flughafen weniger Lärm und weniger Verschmutzung als früher. Als Stimmbürger tragen wir eine grosse Verantwortung für die Erhaltung unseres Wohlstands, die wir nicht «auf die Wirtschaft» abschieben können. Wir dürfen nicht vergessen, dass allein zur Sicherung der Sozialwerke mehr und nicht weniger Arbeitsplätze im Inland nötig sind. Ohne ein moderates Wachstum auch des Flughafens ist das nicht möglich. Dazu gibt es keine Alternative. Behördeninitiative und Gegenvorschlag bringen beide eine Blockierung. Pistenaus- und -neubauten würden ein für allemal verboten. Solche Verbote liegen, angesichts der starken Verlagerung der weltwirtschaftlichen Gewichte, quer in der Landschaft. Unsere Zukunftsmärkte liegen nicht mehr nur vor der Haustür, sondern weit weg in Asien und Lateinamerika. Sie müssen direkt erreichbar sein. Dieter Sigrist, Hüntwangen Sekretär Vereinigung Zürcherischer Arbeitgeberorganisationen Weiter uneingeschränkt Kapazität. Die Gegner der Initiative, einflussreiche Personen aus Politik und Wirtschaft, werben mit Behauptungen, welche mit den Tatsachen nichts zu tun haben. Mit Argumenten wie Verlust des Anschlusses an die Weltwirtschaft, Verlust von Arbeitsplätzen, Verlust des Anschlusses an beliebte Reiseziele oder mit unhaltbaren Sicherheitsbedenken schüren sie die Ängste der Bevölkerung. Tatsache ist, dass die Kapazität des Flughafens nicht eingeschränkt wird, wenn kein Pistenausbau erfolgt. Ziel des Pistenausbaus ist einzig, die Verkehrsströme neu auszurichten und den Fluglärm anders zu verteilen. Und dies zu horrenden Kosten: Der Pistenausbau kostet 2,4 Milliarden Franken und wird aus Steuergeldern bestritten. Fritz Jenzer, Lindau Überflüssig und destruktiv. Die beiden Vorlagen sind überflüssig, destruktiv und gefährlich. Überflüssig: Bereits jetzt muss gemäss Flughafengesetz über Änderungen am Pistensystem obligatorisch abgestimmt werden. Destruktiv: weil man freiwillig auf eine gewisse Flexibilität verzichtet, die es mit neuen Lösungen erlauben würde, gewisse Gebiete zu entlasten und den Flugbetrieb sicherer zu machen. Gefährlich: Der Flughafen ist d e r Motor der Wirtschaft und des Wohlstandes der Zürcher Agglomeration und eines grossen Teils der Schweiz. Werden die Vorlagen angenommen, werden wir garantiert in grosse Schwierigkeiten geraten, insbesondere als Export- und Tourismusland. Warum blüht die Flughafenregion wohl so gut? Man muss wissen, dass ohne eine gewisse Hub-Funktion maximal nur noch fünf Interkontinentaldestinationen angeflogen werden könnten. Alle anderen Ziele wären noch über Frankfurt oder München zu erreichen. Philipp Sauter, Zürich «Der Flughafen ist der Motor unseres Wohlstandes.» «Die Kapazität des Flughafens wird nicht eingeschränkt.» «Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach.»

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