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Fluglärm verzögerte Baubeginn

Fast 20 Jahre liess der Spatenstich für ein neues Quartier in Niederweningen auf sich warten.

Von Caroline Bossert Niederweningen – 4 Mehrfamilienhäuser im Minergiestandard mit 32 Eigentumswohnungen sollen bald im Zentrum von Niederweningen entstehen. Gestern erfolgte der Spatenstich für die Erschliessungsstrasse der Überbauung Surbgass. Der Bau der Häuser ist auf den Spätherbst 2012 geplant. Im Frühling 2014 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein. «Es werden keine Luxuswohnungen sein. Sie richten sich eher an den Durchschnittskäufer», sagt Mitbauherr Michael Pinzon vom Architekturbüro KMP. «Das ist ein lang ersehntes Ereignis», sagte Gemeinderat Walter Bleuler am Spatenstich. Seit 1993 sind die Grundeigentümer mit der Quartierplanung beschäftigt. Nicht nur interne Unstimmigkeiten verzögerten immer wieder die Planung, auch die Fluglärmbelastung spielte ihnen einen Streich: Es zeigte sich, dass die erlaubten Fluglärmgrenzwerte im fraglichen Gebiet überschritten wurden. Der Kanton erteilte deshalb 2005 nur eine Genehmigung des Einleitungsverfahrens unter dem Vorbehalt, dass die Lärmkurve noch ein Problem darstellen könnte. Grundeigentümerin Esther Keller wies gestern kopfschüttelnd auf ein Schreiben des Kantons hin. «Es ging dabei um eine Überschreitung des Grenzwertes um 1 bis 2 Dezibel in der ersten Nachtstunde zwischen 22 und 23 Uhr.» In etlichen Briefen und Gesprächen kämpfte sie für die Realisierung des Quartierplans. Selbst an die damalige Regierungsrätin Dorothee Fierz schrieb sie. «Ich erklärte ihr, wie wichtig für uns der Bau in der Surbgass sei.» Ihren Kuhstall hatte das Ehepaar Keller schon an die Grenze zu Schleinikon verlegt. Für das geplante Wohnhaus in der Nähe fehlte aber das Geld, solange sie die Heimweide in der Surbgass nicht verkaufen konnten. Rundherum Bauzone Kellers Kampf fruchtete. 2008 erteilte der Kanton definitiv grünes Licht. «Es war eine Interessenabwägung. Für die Surbgass sprach die zentrale Lage, dass rundherum Bauzone ist und dass sie nun auch verkehrstechnisch besser erschlossen war», erklärte Thomas Maag, Mediensprecher bei der Baudirektion, den Meinungsumschwung des Kantons.

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