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«Flutwelle» vom RheinWas im August geschah

Am 24. August 2011 kam es im Kraftwerk Rheinau zu einer Panne: Wegen eines Softwarefehlers bei Erneuerungsarbeiten öffnete sich kurz vor 16 Uhr eine Klappe im Hauptwehr. Das Wasser in der sonst trägen Rheinschleife schwoll binnen rund 10 Minuten um 85 Zentimeter an und versetzte Badende in Aufregung. Augenzeugen sprachen von einem an dieser Stelle beispiellosen Ereignis und berichteten von einer «Flutwelle»: einem «reissenden Fluss, der Baumstämme mit sich führte». Verletzt wurde niemand. Gemäss der Baudirektion von Regierungsrat Markus Kägi (SVP) bestand keine akute Gefahr für die Menschen. Dennoch hätte es zu bedrohlichen Situationen kommen können: Als das Wehr wieder geschlossen wurde, senkte sich der Wasserpegel um über zwei Meter, weil das erste Hilfswehr unterhalb des Kraftwerks, das sich wegen des hohen Wasserstands geöffnet hatte, nicht rechtzeitig schloss. So floss viel mehr Wasser als üblich rheinabwärts. Boote, die für gewöhnlich im Wasser lagen, hingen an Seilen in der Luft. Weil der Wasserpegel abrupt sank, lagen plötzlich viele Fische auf dem Trockenen. Helfer trugen die Tiere in Kesseln ins Wasser, doch es gelang nicht, alle zu retten. Zahlreiche Fische starben. (sth)

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