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Frauenbelästiger wird in stationäre Klinik eingewiesen

Ein psychisch kranker Telefonist hat eine junge Frau aus Wädenswil absichtlich mit dem Auto angefahren. Jetzt muss er in eine stationäre Therapie.

Von Attila Szenogrady Zürich/Wädenswil – Das Bezirksgericht Zürich hat einen heute 27-jährigen Telefonisten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt – und zwar wegen mehrfacher Nötigung, Missbrauchs einer Fernmeldeanlage, Körperverletzung, Drohung, Störung des öffentlichen Verkehrs sowie Fahrens im angetrunkenen Zustand. Allerdings wurde der Strafvollzug zugunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben. Das bedeutet, dass der marokkanische Staatsangehörige in eine geschlossene Klinik eingewiesen wird, wo seine psychischen Störungen behandelt werden. Ein Gutachten zeigte, dass er an Schizophrenie erkrankt ist. Seit Ende 2009 sitzt der Angeklagte im Gefängnis. Damals hatte er in Zürich in den frühen Morgenstunden zwei junge Frauen aus Wädenswil und Herrliberg aus seinem Auto heraus spontan angesprochen. Als ihn die beiden Passantinnen zurückwiesen, rastete der Mann aus und bedrohte die beiden mit dem Tod. Er stieg aus seinem Fahrzeug und schlug einer heute 24-jährigen Herrlibergerin mit einem Schlag ins Gesicht einen halben Zahn heraus. Als die beiden Frauen zu Fuss flüchteten, nahm er sogleich die Verfolgung mit seinem Auto auf. Bis er bei einer Hofeinfahrt das zweite Opfer – eine 22-jährige Frau aus Wädenswil – einholte und danach dreimal gezielt anfuhr. Die Frau fiel auf die Motorhaube und musste sich an den Scheibenwischern festhalten. Als der Angreifer danach rückwärtsfuhr, stürzte die Wädenswilerin auf den Boden und zog sich eine Verletzung am Knie zu. Kurz darauf nahm die Polizei den angetrunkenen Lenker fest. Arbeitskollegin bedrängt Die Ermittlungen gegen den verhafteten Nordafrikaner ergaben, dass er kein unbeschriebenes Blatt war. So hatte er bereits im Sommer 2009 an seinem Arbeitsplatz im Raum Dübendorf eine 22-jährige Angestellte regelmässig sexuell belästigt. Er entpuppte sich als gefährlicher «Stalker», der seine Arbeitskollegin über mehrere Wochen hinweg verfolgte, beobachtete und mit anzüglichen SMS-Nachrichten bedrängte. Selbst nach seiner Entlassung passte er die Geschädigte wiederholt ab, weshalb sie den Heimweg nur noch mit Kollegen antrat.

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