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Für die Egger Ortsumfahrung ist keine Lösung in Sicht

Gemeindepräsident Rolf Rothenhofer und Einwohner lieferten sich im Hirschensaal heftige Wortgefechte. Es ging um den geplanten Ausbau der Neuen Meilenerstrasse.

Von Dominique von Rohr Egg – Am vergangenen Montag war der Abend der Auswertung. 190 Egger hatten im Sommer an der Info-Ausstellung über den Masterplan für die Ortsentwicklung Egg einen Fragebogen zu den verschiedenen Projekten ausgefüllt. Nun präsentierte Silvano Murchini, Bau- und Planungsvorstand der Gemeinde Egg, die Ergebnisse. Der Hirschensaal war voll, und vor allem ein Punkt des Masterplans gab Anlass zu Diskussionen: der Ausbau der Neuen Meilenerstrasse. Bereits seit 40 Jahren ist das Projekt Teil des kantonalen Richtplans. Die Planung sieht vor, die Neue Meilenerstrasse um ein gerades Strassenstück zu verlängern und sie mit der Meilenerstrasse zusammenzuführen. Dieser Ausbau ist für den Verkehr von Uster nach Meilen vorgesehen und würde die Forchstrasse entlasten. Gegen Ausbau und «Spange» Die Interessengruppe OD Egg (Ortsdurchfahrt Egg) ist aus verschiedenen Gründen gegen diesen Ausbau. Der Verkehr würde mitten durch ein dicht besiedeltes Gebiet geleitet werden, vorbei an einer Schule und einem Sportplatz. Auch die vorgeschlagene Alternative mit einer sogenannten Spange stösst auf Ablehnung. Sie würde die Neue Meilenerstrasse in einer halbrunden Form fortsetzen und südlich der Dorfplatz-Parkplätze in die Meilenerstrasse münden. Es entstünde so ein grosser Kreisel, der den Verkehr in Richtung Meilen auf die neue Strasse führen und jenen in Richtung Uster auf der Forchstrasse belassen würde. Begleitgruppe wirft Fragen auf Der Masterplan soll in diesem Jahr von einer Begleitgruppe aus rund 20 Personen überarbeitet werden. Sie wird sich aus Eggern verschiedener Ortsteile zusammensetzen und soll Anfang März ihre Arbeit mit etwa fünf Treffen im Jahr aufnehmen. Es war unter anderem diese Begleitgruppe, die wichtige Fragen bei den Eggern aufwarf. So blieb für viele Einwohner unklar, welche Kompetenzen die Gruppe übernimmt und ob sie bei der endgültigen Entscheidung mitbestimmen kann. Ob die Begleitgruppe in fünf Sitzungen zu einer optimalen Überarbeitung des Masterplans gelangt, bleibt abzuwarten. Verunsicherung verursachte die Zusammenarbeit der Exekutive mit dem Kanton Zürich. Der Gemeinderat verhandle bereits jetzt mit dem Kanton über die Neue Meilenerstrasse, doch die Begleitgruppe, die eigentlich für die Lösungsfindung zuständig wäre, werde erst im März gebildet, lautete ein Vorwurf. Rothenhofer widersprach: «Es wird nicht nebeneinanderher geplant.» Zwei Stunden bevor er das Wort im Hirschensaal an die Egger richtete, hatte er im Gemeindehaus Besuch von Egger Bürgern bekommen. Göpf Kunz und zwei weitere Initianten der Interessengruppe OD Egg überbrachten ihre Botschaft in einem orangen Mini-VW. Das Auto rollte mit einer Kartonbox samt 810 Unterschriften vor.Die Unterzeichner wollen gegen den Ausbau der Neuen Meilenerstrasse vorgehen. Kunz manövrierte das Auto an einer Schnur durch die Glastür und parkierte es vor Rothenhofers Füssen in der Eingangshalle des Gemeindehauses. Ungewisse Zukunft Zu diesen Unterschriften wurde der Egger Gemeindepräsident von den Bewohnern des Dorfes ebenfalls befragt. «Ich habe sie zur Kenntnis genommen. Was dabei herauskommt, kann ich noch nicht sagen. Mir wurde die Petition erst vor zwei Stunden überreicht, und ich wäre ein sehr guter Gemeindepräsident, wenn ich jetzt schon eine Lösung bereithätte», sagte Rothenhofer. Die Versammlung endete in Ungewissheit. Für Göpf Kunz ist aber eines klar: «Wir werden weiterhin gegen dieses Vorhaben kämpfen. In Egg soll keine solche Strasse gebaut werden.» «Wir werden weiterhin gegen dieses Vorhaben kämpfen. In Egg soll keine solche Strasse gebaut werden.» Göpf Kunz

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