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GC-Frauen in fremder Mission

In Wallisellen beginnt heute die Swiss League A – ohne den Stadtzürcher Curlingklub. Er hat seine besten Kräfte an Basel verloren.

Von Deborah Bucher Im Fussball dürfte die Rivalität zwischen Zürchern und Baslern wohl am ausgeprägtesten sein. Mittlerweile hat sie sich aber aufs Frauen-Curling ausgeweitet. Wie auf dem Rasen bleibt den Zürchern auch auf dem Eisrink nur das Nachsehen und damit der neidische Blick ans Rheinknie. Nach einem Jahr musste die Curlingsektion der Grasshoppers ihr Aktivteam, das im Vorwinter unter Skip Nicole Dünki in der SM-Finalrunde den 5. Platz belegt hat, wieder auflösen. Die Luzernerin Dünki (23) stiess 2009 nach ihrem Bronzegewinn an der Junioren-WM in Vancouver (Ka) zum Zürcher Verein. Der Transfer biete ihr bessere Perspektiven – in sportlicher wie finanzieller Hinsicht, sagte sie damals. Im Sommer witterte die Kauffrau erneute Aufstiegschancen und zog weiter nach Basel – in ihrem Schlepptau wechselte Teamgefährtin Alina Pätz (22). «Die zwei konnten sich dort zu einer jungen, äusserst ambitionierten Equipe formieren, die als Fernziel die Olympischen Spiele 2018 anpeilt», erklärt Jean-Nicolas Longchamp. Der Kommunikationschef bei GC war zuletzt auch Frauencoach. «Verstärkt hat die Abwanderungsgelüste die Ankündigung ihrer Mitspielerinnen Gioia Oechsle sowie Fabiola Duss, aus beruflichen Gründen den Aufwand fürs Curling reduzieren zu wollen», so Longchamp weiter. Die Verhandlungen scheiterten Das von Damian Grichting betreute Quartett bei Basel-Regio führt Manuela Siegrist, amtierende Landesmeisterin im Nachwuchs, an. Dünki schlüpft neu in die Rolle des Vize-Skips und wird die ersten Steine spielen, die Mixed-Double-Weltmeisterin Pätz besetzt die Nummer 3. Gemäss Longchamp war im Sommer denkbar gewesen, dass Zürich die Basis des Teams bilden und dieses unter der GC-Flagge antreten könnte. «Aber in Basel war angeblich die Suche nach Sponsoren ergiebiger.» Bei der heute in Wallisellen startenden dreiteiligen Qualifikation zur Swiss League A stellt GC weitere Mitglieder in fremden Diensten: Marlene Albrecht bei Flims (Skip Binia Feltscher) und Irene Schori bei Aarau (Silvana Tirinzoni).

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