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Gemeinderat gibt Austritt aus SVP

Der Schwerzenbacher Thomas Weber kritisiert seine frühere Partei schwer. Konstruktive Politik sei an der Spitze ein Fremdwort.

Von Kerstin Henggeler Schwerzenbach – Siebzehn Jahre lang hat Thomas Weber die SVP im Gemeinderat von Schwerzenbach vertreten. Ein achtzehntes wird nicht hinzukommen. Weber sei ab sofort nicht mehr Mitglied der SVP, heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderats. In einer Stellungnahme an die SVP Schwerzenbach erklärt Weber die Gründe für seinen Austritt: Er sei es leid, einer Partei anzugehören, «deren Politik einzig und allein auf die Erhöhung des Wähleranteils ausgerichtet» sei. Er beschuldigt die SVP, ausschliesslich Oppositionspolitik zu betreiben und andere Meinungen nicht zu respektieren. «Konstruktive, mehrheitsfähige Politik ist für die SVP-Führung ein Fremdwort.» Doch seine langjährige Tätigkeit als Gemeinderat von Schwerzenbach habe ihm bewiesen, «dass man in der Politik durchaus über den eigenen Schatten springen kann, ohne sein Gesicht zu verlieren». Mit Absicht destruktiv? SVP-Exponenten nähmen Andersdenkende nicht ernst und würden sie «konsequent lächerlich machen», so Weber im Abschiedsbrief an seine Partei. Damit werde es diesen unmöglich, Anliegen der SVP zu unterstützen, ohne sich zu unterwerfen. Zu den aktuellen Reaktionen der Partei auf den Atomausstieg, die Begrenzungsinitiative und die Nominierung der Nationalrats- und Ständeratskandidaten meint Weber: «Bei genauerem Hinsehen werde ich den Verdacht nicht los, dass der politische Karren bewusst an die Wand gefahren werden soll, nur um hinterher zu behaupten, man habe es ja immer gesagt, dass er nichts tauge.» T. Weber.

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